Ältere betreuen jüngere Schüler

Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Siegen baut Patengruppe auf

Klassenpaten ausgebildet: Schüler der neunten Klassen betreuen bei dem Projekt am PPR jüngere Gymnasiasten.

Siegen. Um langfristig das Klassenklima zu verbessern und darüber hinaus das soziale Miteinander an Schulen insgesamt zu stärken gibt es verschiedene, teils sehr unterschiedliche Angebote. Das Peter Paul Rubens Gymnasium hat sich ab dem Schuljahr 2019/20 für den Aufbau einer neuen Patengruppe entschieden – Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse betreuen hierbei jüngere Gymnasiasten.

„Mit unseren Zielen haben wir uns ganz bewusst für Wolfgang Kindler entschieden“, so Dr. Astrid Hellmann vom heimischen Gymnasium auf dem Rosterberg. „Er unterrichtete selbst als Gymnasiallehrer und bereits seit über 23 Jahren in der Gewaltprävention tätig. Neben den persönlichen Referenzen hat uns jedoch auch die Nachhaltigkeit der Klassenpaten überzeugt. Dieser Workshop bildet das Fundament um zukünftig jährlich weitere Klassenpaten vor Ort auszubilden.“

Die Bereitschaft war von Anfang an groß, informieren das Gymnasium und die Bürgerstiftung Siegen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. So meldeten sich auf freiwilliger Basis insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler für ein zweitägiges Seminar an. Kurz vor den Sommerferien startete der praxisbezogene Workshop für die verantwortliche Lehrerin Dr. Astrid Hellmann, Sozialpädagogin Lisa Rötz sowie die potentiellen neuen Klassenpaten. Neben der Vermittlung von Grundlagen wurden die neuen Paten durch verschiedene Trainings und Rollenspiele aktiv eingebunden. Zudem fand ein Austausch mit bereits aktiven Paten des Petrinum Gymnasiums aus Recklinghausen statt.#

Die Klassenpaten werden zukünftig die Klassen 5 und 6 betreuen. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:

  • Unterstützung der neuen Schülerinnen und Schüler bei der Orientierung in der Schule
  • Hilfestellung bei Problemen
  • Streit schlichten
  • Gruppenzusammenhalt der Klasse fördern
  • Planung und Durchführung von Klassenfesten
  • Präventionsarbeit zu Themen wie Mobbing, soziale Netzwerke, Ausgrenzung, etc.
  • enge Zusammenarbeit mit Klassenlehrern, Beratungslehrern und Pädagogen

Die Kosten für den Workshop haben die Schülerstiftung Koch und die Bürgerstiftung Siegen übernommen, die sich persönlich einen Eindruck von dem nachhaltigen Projekt verschaffen konnten. Lisa Rötz berichtete nach dem Seminar sehr zufrieden: „Es hat super geklappt. Von den 24 Teilnehmern haben uns 18 zugesagt – das neue Schuljahr kann also kommen!“ Dank zahlreicher Unterlagen wird sie gemeinsam mit Dr. Astrid Hellmann in den nächsten Jahren die Klassenpaten des Peter Paul Rubens Gymnasiums ausbilden.

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