Nach verzögertem Baustart

Planungen vorgestellt: Rewe in Geisweid soll bis Herbst 2019 fertig sein

An der Geisweider Straße entsteht bis Oktober 2019 ein neuer Rewe-Markt mit 150 Parkplätzen und Außengastronomie. Grafik: Rathke Architektur BDA

Geisweid. Nach vier Jahren Planungszeit, nach zahlreichen Diskussionen, rund 18 verschiedenen Entwürfen und Verzögerungen geht es in Sachen „Einkaufsmarkt in Geisweid“ ab sofort richtig rund: Aktuell wird bereits der neue Parkplatz an der Geisweider Straße neben dem Rathaus angelegt, damit in einem nächsten Schritt das Parkhaus samt Garage und Außenanlagen als künftiger Standort des Marktes abgerissen werden kann.

„Es ist gut, dass es jetzt losgeht“, so Bürgermeister Steffen Mues, der zusammen mit dem Investor (Schoofs Immobilien Gesellschaft GmbH) und dem zuständigen Architekten Markus Rathke (Rathke Architektur BDA) eingeladen hatte. „Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass der Baustart von den Bürgern wirklich sehnlichst herbei gewünscht wurde.“

Der Bauzeitenplan hatte sich mehrfach verzögert. Dadurch, dass der Standort mitten in der Innenstadt liege, gebe es eine gewisse Gemengelage, so Mues. Die Planungen hätten immer wieder justiert werden müssen.

Bei einer Planungszeit von vier Jahren könne er nachvollziehen, „dass man da skeptisch wird“, so Stadtbaurat Hendrik Schumann. „Ich bin aber der Meinung, dass es das wert war.“ Aus städtebaulicher Sicht habe man nicht mehr rausholen können.

Auch die Kosten hätten zeitweise bei der Verzögerung eine Rolle gespielt, so Josef Schoofs, Geschäftsführer der Schoofs Immobilien Gesellschaft. Weil das Unternehmen keine Minderung der Qualität wolle, habe man auch hier an zahlreichen Stellschrauben gedreht, um die Kosten im Rahmen zu halten. Nun entsteht also in den nächsten zwölf Monaten in Verlängerung der Fußgängerzone an der Geisweider Straße ein 2340 Quadratmeter großer Einkaufsmarkt samt 100 Parkplätzen für die Kunden. 50 zusätzliche Parkplätze sind für die Mitarbeiter und Besucher des Rathauses bestimmt.

Das Parkhaus in Geisweid wird abgerissen – auf dem Areal entsteht der neue Einkaufsmarkt. Foto: Tina Falkenhain

Wie Markus Rathke erläuterte, werden die Fronten komplett transparent, das Dach bekommt eine Metallfassade. Die Kunden können den Markt über zwei Eingänge betreten: Es wir einen zur Fußgängerzone hin geben und einen zum Parkplatz. Die Plätze werden nicht nur dem Markt zur Verfügung stehen, sondern den Kunden aller Einzelhändler in der Fußgängerzone. Im Markt ist auch eine Bäckerei angesiedelt und es wird ein Café mit Außengastronomie – ebenfalls zur Fußgängerzone hin – geben.

„Eine ziemlich coole, einfache und klare Formensprache“, kommentierte Rathke seinen Entwurf. „Ganz anders als die übliche Handelsarchitektur“ – und ein Kontrastpunkt zum nebenan gelegenen Rathaus im Waschbeton-Stil. Ziel sei es, die Maßstäbe für folgende Projekte hoch anzusetzen. „Der Benefit für das städtebauliche Umfeld ist groß.“ Baurat Schumann bezeichnete das Projekt als „Initialzündung“. Dass hier investiert werde, habe eine hohe Symbolik für die Geisweider. 

Josef Schoofs gab einen Einblick in den Bauzeitenplan. Bereits im November soll der Parkplatz fertig sein. Direkt danach beginnen die bauausführenden Firmen mit dem Abbruch des Parkhauses, hierfür seien zwei Monate eingeplant. Von Januar bis März müsse dann noch der Sohlbach neu verrohrt beziehungsweise umgeleitet werden, so dass er nicht unter dem Markt hindurchfließt. Ab März schließt sich der eigentliche Bau des Marktes an, dessen Mieter bekanntermaßen die Rewe Group wird.

Wenn alles gut gehe, soll der Markt bis Herbst 2019 fertig sein, die Eröffnung sei für November angedacht, so Schoofs – immer vorausgesetzt natürlich, dass „die Wetterverhältnisse nicht dramatisch werden“.

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