Unfallflucht schnell aufgeklärt 

Zehnjährige „Detektive“ führen Polizei auf richtige Spur

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Der Pkw-Fahrer, der auf einer Bad Laaspher Verkehrsinsel dieses Schild über den Haufen fuhr, um dann das Weite zu suchen, hatte definitiv nicht mit zwei zehnjährigen Spürnasen gerechnet. 

Kreisgebiet. Zwei zehnjährige Jungs entpuppten sich am vergangenen Freitag 17. August) in Bad Laasphe als sehr aufmerksame, clevere Detektive.

Gegen 11.30 Uhr waren die Beiden mit ihren Fahrrädern in der Lahnstadt  „In der Stockwiese“ unterwegs. Dort beobachteten sie, wie ein älterer Pkw-Fahrer im Bereich des Bahnübergangs einen vor ihm stehenden Waagen überholte, dabei jedoch über eine Verkehrsinsel brauste und ein darauf montiertes Verkehrszeichen samt Standfuß regelrecht über den Haufen fuhr. 

Nur wenige Minuten später erschienen die beiden Jungs auf der Polizeiwache in Bad Laasphe und meldeten dort die soeben von ihnen beobachtete Unfallflucht. Dabei konnten sie der Polizei nicht nur das fast vollständige Kennzeichen des unfallflüchtigen Pkw und die Beschreibung des Fahrers abliefern, sondern sogar noch dessen Fluchtrichtung (Einkaufszentrum Ludwig-Koch-Center). Nachdem die Polizisten die „Anzeige“ der beiden Detektive aufgenommen hatten, machte sich unverzüglich eine Streifenwagenbesatzung auf den Weg zum Unfallort und fand dort ein zu den Angaben der beiden Sherlock Holmes' passendes Unfallspurenbild vor. 

Alsdann ging es für die Polizisten zum Ludwig-Koch-Center. Dort jedoch - oh Wunder ! - wurden sie bereits von den beiden kleinen Detektiven auf ihren Fahrrädern erwartet. Weiter schreibt die Polizei in ihrem Bericht: „Und - wenn wundert´s jetzt noch? - das unfallflüchtige Fahrzeug hatten die beiden klugen Spürnasen auf einem Supermarktparkplatz natürlich auch schon längst entdeckt. Tja, super Mitarbeit der beiden Jungs! Das kann man wohl nicht anders sagen.“

Und so konnten die amtlichen Fahnder und ihre ehrenamtlichen Helfer gemeinsam einen schnellen Ermittlungserfolg verbuchen. Immerhin war bei dem Unfall ein Gesamtschaden von über 3.000 Euro entstanden. „Und wenn man so fleißige und kluge Helfer und Detektive hat, die einem fast die ganze Arbeit abnehmen, was bleibt dann für die Polizei noch übrig? Natürlich: Der lästige Papierkram: sprich Anzeigenerstattung gegen den Unfallflüchtigen, Unfallskizzen fertigen etc. pp.“, schreiben die Ordnungshüter abschließend. Von diesen Arbeiten seien die kleinen Detektive natürlich befreit gewesen. Denn als die Beamten diese Formalitäten in ihrem Büro erledigten, da waren die beiden Jungs auf ihren Fahrrädern schon längst wieder unterwegs zu neuen Abenteuern. 

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