Dialogabend, Vorträge und Fest 

„Internationale  Woche gegen Rassismus“ auch in Siegen mit verschiedenen Programmpunkten

rank Wilmes, Gül Ditsch, Emetullah Hokkaömeroglu, Torsten Büker und André Schmidt (v.l.) stellten die Siegener Aktionswoche vor.

Siegen. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm haben der Integrationsrat und die Stadt Siegen gemeinsam mit dem Netzwerk gegen Diskriminierung und zahlreichen Kooperationspartnern anlässlich der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 11. bis 24. März geplant. Die Programmpunkte und Ziele der Siegener Aktionswoche, die vom 16. bis zum 23. März stattfinden wird, stellten die federführenden Beteiligten während eines Pressegesprächs im Detail vor.

„Unser Ziel ist eine Stadt ohne Rassismus. Siegen ist deshalb im Kampf gegen Rassismus eigentlich sogar ganzjährig tätig“, merkte Sozialdezernent André Schmidt an und verwies beispielhaft auf die Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, an der sich einige Schulen im Stadtgebiet beteiligen und die seit zehn Jahren bestehende Mitgliedschaft in der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus. 

Dieses Jubiläum sei auch der Aufhänger für die Stadt Siegen, in diesem Jahr eine ganze Aktionswoche auf die Beine zu stellen. So werden die Verantwortlichen am Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März von 12 bis 18 Uhr mit einem Informations- und Aktionsstand auf der Siegbrücke in der Siegener Innenstadt präsent sein, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Der Siegener Runde Tisch der Religionen und das Antidiskriminierungsbüro sowie die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein (Kommissariat Vorbeugung) werden ebenfalls mit Informationsständen vertreten sein. 

Zum Programm der Siegener „Woche gegen Rassismus“ zählen außerdem ein Tanzworkshop, ein Vortrag zum Thema „Rechtsextremismus“, ein Dialogabend, eine Filmvorführung und ein „alternativer Stadtrundgang“ des Aktiven Museums. Zum Abschluss ist ein Begegnungsfest mit Konzert im KrönchenCenter geplant. „Eine Stadt ohne Rassismus wäre schön, aber noch ist es nicht so weit. Deshalb wollen wir mit der Veranstaltungsreihe über eine komplette Woche ein Statement setzen“, betonte Emetullah Hokkaömeroglu vom Netzwerk gegen Diskriminierung die Bedeutung der Aktionswoche. 

Zudem haben sich die Veranstalter zum Ziel gesetzt, Bürgerinnen und Bürger dazu zu ermuntern, persönliche Erfahrungen und Erlebnisse zu den Themen Rassismus und Diskriminierung mitzuteilen oder auf bestehende Benachteiligungsstrukturen hinzuweisen: „Rassismus fügt den Betroffenen sehr großen Schaden zu, sei es physisch oder psychisch“, machte Torsten Büker, städtischer Integrationsbeauftragter, deutlich. „Wir möchten deshalb ein Stimmungsbild von unseren Bürgerinnen und Bürgern erfassen und auf die vorhandenen Netzwerk- und Hilfsstrukturen in Siegen aufmerksam machen. 

Möglichst viele Opfer von Rassismus sollen wissen, wie und wo sie konkrete Unterstützung erhalten können.“ Bürgerinnen und Bürger, die persönliche Erfahrungen schildern oder auf Benachteiligungsstrukturen hinweisen möchten, sind herzlich eingeladen, sich an den städtischen Integrationsbeauftragten zu wenden. Torsten Büker kann per E-Mail an t.bueker@siegen.de und per Telefon unter Tel. 0271 / 404-1400 kontaktiert werden. 

Auf Wunsch werden alle Angaben vertraulich behandelt. Ebenso steht Torsten Büker bei Fragen zu den genannten Themenbereichen oder zum Integrationsrat zur Verfügung. Weiterführende Informationen zu den Veranstaltungen im Rahmen der Siegener „Woche gegen Rassismus“ sind übrigens jederzeit auch auf der städtischen Homepage unter der Adresse www.siegen.de abrufbar.

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