Rückblick auf 150 Jahre

Einst war es das Krankenhaus am Rande der Stadt. Mit elf Betten und einer Startinvestition von 2500 Talern. 150 Jahre später ist das St. Marien-Krankenhaus nach dem Stadtkrankenhaus die zentralste Klinik Siegens. Mit 280 Betten, 1700 Mitarbeitern und 110 Millionen Euro Jahresumsatz.

Zum Start ins Jubiläumsjahr präsentierten Geschäftsführung und "Projektgruppe 150 Jahre" die Festschrift, die auf fast 200 Seiten einen umfassenden Rückblick auf die eineinhalb Jahrhunderte umfassende Geschichte des ältesten Krankenhauses der Stadt Siegen bietet. Eineinhalb Jahre haben Pressesprecher Christian Stoffers, der Historiker Dr. Michael Römling und weitere Mitarbeiter in alten Akten und Archiven gestöbert, ehemalige Mitarbeiter befragt und Geschichten und Anekdoten aus 150 Jahren zusammengetragen. Heimatgeschichtlich Interessierte dürften dabei ebenso auf ihre Kosten kommen wie Mediziner, Mitarbeiter und Patienten. Eingegangen wird unter anderem auf die Anfänge der Chirurgie und Gynäkologie oder die Herausbildung der Inneren Medizin und Radiologie.

Natürlich wurde auch das St. Marienkrankenhaus von der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs geprägt. Der von Pfarrer Wilhelm Ochse getragene Widerstand spielt daher eine prägende Rolle in der Geschichte des Krankenhauses.

Mit der Veröffentlichung der Festschrift, die zum Preis von 5 Euro an der Information des Krankenhauses erhältlich ist, startet das Haus eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Feiern anlässlich des 150-jährigen Bestehens. Am Dienstag, 22. Februar, eröffnet im Kapellenfoyer die Ausstellung "Unsere Fachdisziplinen im Wandel der Zeit". Am selben Tag findet um 18.30 Uhr die feierliche Aktienmesse statt, die an den Verkauf der Aktien zur Finanzierung des Krankenhausbaus erinnern. Als der Verwaltungsrat 1858 2500 Aktien drucken ließ, war auf jeder einzelnen vermerkt, dass die Aktionäre alljährlich am 20. Februar die Zinsen durch "das für alle Actionäre darzubringende heilige Meßopfer" erhalten sollen.

Den Höhepunkt des Jubiläums bildet ein Pontifikalhochamt mit Erzbischof Becker und dem Chor von Peter und Paul am Freitag, 6. Mai, sowie ein Tag der Offenen Tür am Sonntag, 11. Juli. Ein Fest für die Mitarbeiter am 23. September, ein Medizinerabend für geladene Gäste am 5. Oktober sowie der Tag der Ausbildung am 20. Oktober runden die Festlichkeiten ab.

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