"Achterbahnfahrt" kann Patienten nicht zugemutet werden

Sabine setzte auch der ADAC Luftrettung zu - "Christoph 25" musste aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben 

Hatte bei Sabine Ausfallzeiten: der Rettungshubschrauber "Christoph 25"

Siegen. Sturmtief Sabine hat bundesweit auch die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft beeinträchtigt. Das berichtet die gemeinnützige ADAC Luftrettung in München.

An den vergangenen beiden Tagen mit orkanartigen Windgeschwindigkeiten mussten die ADAC Rettungshubschrauber an 26 der 37 ADAC Luftrettungsstationen zeitweise aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben - insgesamt zusammen fast 130 Stunden lang.

An den Stationen in Straubing in Bayern, Bremen, Ulm undSiegen waren die Ausfallzeiten mit rund 50 bis 100 Minuten am kürzesten. Am stärksten erwischte es die Crew in Fulda mit mehr als elf Stunden, die beiden Hubschrauber in Leipzig mit jeweils mehr als zehn Stunden sowie Bayreuth mit ebenfalls knapp zehn Stunden. Stark betroffen war auch die Station in Sanderbusch in Niedersachsen, von wo aus auch Einsätze an der Nordsee geflogen werden – mit knapp neun Stunden.

Gefährlich für die Piloten sind vor allem starke Windboen bei Starts und Landungen. Verboten ist das Starten des Hubschraubers ab 50 Knoten (ca. 90 km/h).

Das Fliegen bei Sturm ohne Starten und Landen bereitet den ADAC Rettungshubschraubern mit einer durchschnittlichen Einsatzgeschwindigkeit von rund 230 Stundenkilometern meistens kaum Probleme. Der Einsatz gleicht laut ADAC Luftrettung bei orkanartigen Windgeschwindigkeiten einer Achterbahnfahrt, die schwer verletzten oder kranken Patienten nicht zugemutet werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare