Der Chor ist das Herzstück

Sänger aus der Region können Teil des Musicals „Martin Luther King“ werden

Sänger und Sängerinnen aus der Region bilden beim Musical „Martin Luther King – Ein traum verändert die Welt“ einen riesigen Projektchor.

Siegen. „Es ist mitreißend, berührend, lustig, traurig – es geht einem ans Herz“ – mit diesen Worten beschreibt Susanne Utsch, Chorleiterin aus Siegen, das Musical „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie war bei der Premiere im Februar in Essen dabei. Das besondere an diesem Event, das die Stiftung Creative Kirche aus Witten in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenkreis veranstaltet, ist der riesige Chor aus regionalen Sängern, der bei der Aufführung am 8. Februar 2020 in der Siegerlanhalle das Herzstück des Musicals bilden soll.

Peter-Thomas Stuberg, Superintendent des Ev. Kirchenkreises, Marcel Volkmann, Projektleiter aus Witten, Autor Andreas Malessa und Chorleiterin Susanne Utsch stellten das Projekt jetzt gemeinsam vor.

„I have a dream“ – diese Worte aus einer Rede von Martin Luther King kennen sicherlich viele Menschen. Das Musical erzählt die Geschichte des Menschenrechtlers aus einer ungewöhnlichen Perspektive. „Wie erzählt man eine Geschichte, deren Ausgang jeder kennt?“ – genau das hatte sich Autor Andreas Malessa im Vorfeld gefragt. Und fand schnell eine Antwort: Man fängt einfach am Ende an. Mit dem Schuss, der Martin Luther King tötete.

Autor Andreas Malessa,Projektleiter Marcel Volkmann, Chorleiterin Susanne Utsch und Peter-Thomas Stuberg, Superintendent des Ev. Kirchenkreises, freuen sich auf das Musical.

Danach erzählt das Musical Kings Geschichte und seinen gewaltfreien Kampf für Menschenrechte in verschiedenen Rückblenden – aus der Sicht seiner Weggefährten, Mitstreiter und Widersacher.

Der Autor hat zudem eine sehr persönliche Beziehung zu King und damit auch zum Werk: Sein Vater erlebte King persönlich, er selbst lernte seine Tochter Yolanda kennen. Zudem seien die Botschaften von Martin Luther King gerade in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auch heute noch sehr aktuell.

Das Chormusical zum Mitsingen – eine Mischung aus Gospel, Rock ‘n’ Roll, Motown und Pop – geht 2020 mit zehn professionellen Musicaldarstellern, einer Bigband und Streichern auf Deutschlandtournee. Nur das Herzstück – der Chor – fehlt für den großen Auftritt in Siegen noch: Nun suchen die Musical-Macher Chöre und auch Einzelpersonen aus der Region, die Lust haben, mitzusingen. Bis jetzt haben sich 300 Sängerinnen und Sänger angemeldet, in Siegen könnten bis zu 600 mitmachen. Zusammen mit den Siegener Dirigenten Susanne Utsch und Peter Scholl (zukünftiger Kirchenmusikdirektor des Kirchenkreises) studieren die Teilnehmer die Lieder von Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken ein und führen sie am 8. Februar 2020 in zwei Vorstellungen (14 und 19 Uhr) in der Siegerlandhalle auf.

„Der Chor ist nicht als Background-Chor gedacht, sondern ist fester Bestandteil der Dramaturgie“, betont Malessa die Wichtigkeit der regionalen Sänger. „Er hält alles zusammen.“ Deshalb bekommt jeder Sänger eigenes Noten- und Übungsmaterial an die Hand, die Leiter teilnehmender Chöre werden geschult. Drei offizielle gemeinsame Proben gibt es, ansonsten erfolgt die Vorbereitung innerhalb der Chöre. Einzelpersonen können sich zu diesem Zweck auch einem der teilnehmen Chöre anschließen, lädt Susanne Utsch ein.

Mitmachen kann jeder, der möchte: „Bei der Premiere in Essen war die jüngste Teilnehmerin sieben, die älteste 84 Jahre alt“, weiß Marcel Volkmann, Projektleiter des Chormusicals. Das Projekt sei sowohl generations- als auch konfessionsübergreifend. „Und auch Singen kann man lernen, habe ich mir sagen lassen“, ermutigt Volkmann zum Mitmachen.

Anmeldungen sind bis zum Sommer unter www.king-musical.de/siegen möglich. Hier gibt es auch weitere Informationen, Bilder und Videos zum Projekt und den Proben. Die Teilnahme kostet bis 30. Juni 30 Euro für Einzelsänger und 20 Euro für Chöre/Gruppen, ab dem 1. Juli dann 40 bzw. 30 Euro.

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