EEW schließt ihre Produktions-Standorte in Siegen - rund 140 Mitarbeiter betroffen

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Das Unternehmen kündigte einen Restrukturierungsprozess an, mit dem Ziel, den Heimatstandort Erndtebrück zu stärken.

Siegerland – Die Erndtebrücker Eisenwerke (EEW) schließen die Standorte ihrer Töchter EEW-Pickhan in Geisweid und EEW-Bergrohr in Siegen.

Dies teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Betroffen sind rund 140 Mitarbeiter. Am Dienstagmorgen fanden in beiden Standorten Mitarbeiterversammlungen statt, in denen die Geschäftsleitung über die Standortschließungen informierte. „Infolge des anhaltend niedrigen Ölpreises stagniert der Markt für Konstruktions- und Leitungsrohre im Öl- und Gasbereich. Zudem verlagert sich das Geschäft mit Rohren und Rohrkomponenten für die Offshore Windindustrie zunehmend von Europa nach Asien. Von diesen Entwicklungen sind vor allem die drei Standorte der EEW-Gruppe in Siegen-Wittgenstein betroffen. Die Unternehmensleitung geht in den kommenden Jahren von einem deutlich geringeren Geschäftsvolumen als in der Vergangenheit aus und rechnet damit, die in Siegen-Wittgenstein aufgebauten Kapazitäten nicht mehr dauerhaft auslasten zu können“, heißt es in der Pressemitteilung. Neben den Schließungen kündigte das Familienunternehmen einen Restrukturierungsprozess an, mit dem Ziel, den Heimatstandort Erndtebrück zu stärken. Das Unternehmen plant in den nächsten drei Jahren, etwa 20 bis 25 Millionen Euro in Umbaumaßnahmen und neue Maschinen zu investieren, um die Effizienz der Produktion zu erhöhen und neue Produktbereiche zu erschließen.

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