Siegerin untersuchte geheimnisvolles Meeresleuchten

Schüler erhielten VDI-IHK-Oberstufenpreis für erfolgreiche Facharbeiten 

Platz eins: Lisa Katharina Neef.

Siegen. Lisa Katharina Neef (Gymnasium Wilnsdorf), Stella Rettig (Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Siegen) und Yvonne Seiffarth (Städtisches Gymnasium Kreuztal) sind die Gewinner des VDI-IHK-Oberstufenpreises. Der Preis ist mit 9000 Euro dotiert.

Das Preisgeld stellten in diesem Jahr die Klaus-und-Heidi-Vetter-Stiftung, die eltherm GmbH in Burbach, der VDI-Siegener Bezirksverein sowie die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) bereit.

Seit 2009 werden mit dem Preis Schüler aller Gymnasien und Gesamtschulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe ausgezeichnet, die hervorragende Facharbeiten in den Fächern Biologie, Physik, Chemie, Informatik oder Mathematik erstellt haben. Dr.-Ing. Axel Müller, Vorsitzender des Siegener Bezirksvereins des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Frank von der Heyden, Geschäftsführer der eltherm GmbH, und IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener überreichten die Preise in einem Festakt im Bernhard-Weiss-Saal der IHK.

Belegte den zweiten Platz: Stella Rettig.

Neben den drei Erstplatzierten wurden auch die Viertplatzierte Paula Vitt (Gymnasium Wilnsdorf) und der Fünftplatzierte Luis Benno Dollischek (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Neunkirchen) geehrt. Um alle Arbeiten zu würdigen, die herausragende Schülerleistungen darstellen, erhielten alle Bewerber für ihre Teilnahme eine Urkunde und ein Präsent. Insgesamt hatten 20 Schüler aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe ihre Bewerbung für den Oberstufenpreis eingereicht. Eine fachkundige Jury wählte anschließend drei Gewinner aus, die ihre Werke nunmehr öffentlich vorstellten und dabei ihre Ehrungen entgegennahmen.

Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert, die Zweiplatzierte erhält 2400 Euro, der dritte Platz wird mit 1500 Euro prämiert, für den vierten und fünften Platz gibt es 1200 Euro beziehungsweise 900 Euro.

Platz drei ging an Yvonne Seiffarth.

Mit dem ersten Preis wurde Lisa Katharina Neef vom Gymnasium Wilnsdorf für ihre Facharbeit „Lebendes Licht – Erklärung der Biolumineszenz anhand eines Experiments und Erläuterung ihrer Aufgaben im Ökosystem Meer“ geehrt. Die Untersuchung befasst sich mit „Meeresleuchten“, faszinierenden Lichterscheinungen, die beispielsweise in der Mosquito Bay auf Puerto Rico regelmäßig zahlreiche Touristen verblüffen und begeistern.

Den zweiten Preis erhielt Stella Rettig für ihre Facharbeit zur Frage „Hat eine proteinreiche Ernährungsweise im Vergleich zu einer kohlenhydratreichen Ernährungsweise einen regulierenden Einfluss auf den Blutzuckerspiegel?“. Die 20-jährige Gymnasiastin setzte sich hierzu mit den Funktionen der Bauspeicheldrüse, der Aufrechterhaltung der Blutzuckerkonzentration und der Erkrankung Diabetes mellitus auseinander.

Für den Nachweis der Rotation der Erde mit ihrer Facharbeit „Dreht sich die Erde wirklich? Mein selbstgebautes Foucault’sches Pendel liefert den Beweis“ erhielt Yvonne Seiffarth den dritten Preis. Die 18-Jährige baute ein eigenes Foucault’sches Pendel, mit dem sie verschiedene Versuchsreihen durchführte und diese auswertete.

Der vierte Preis ging an eine Schülerin des Gymnasiums Wilnsdorf: Die Jury wählte Paula Vitt mit ihrer Arbeit „Wärmeleitung und Wärmedämmung: Welchen Einfluss hat die Dämmqualität auf die Energiebilanz?“ aus. Luis Benno Dollischek belegte mit seiner Arbeit „Der Einfluss von martensitischem Härtegefüge auf das statische Bruchmoment von Pkw-Antriebswellen“ Platz fünf. Die Begeisterung sei allen Schülern anzumerken und führe dazu, dass Schüler interessante Fragestellungen aus ihrem Alltagsleben untersuchten, sagte Dr.-Ing. Axel Müller. Dies sei beste Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten. Auch Frank von der Heyden lobte die Beiträge der Bewerber. Es sei beeindruckend zu sehen, wie zielstrebig und mit welchem Wissensdrang die Schülerinnen und Schüler spannenden Fragen wissenschaftlich nachgingen.

„Wir möchten möglichst früh Interesse an technischen Zusammenhängen fördern. Die Verleihung des Oberstufenpreises hat gezeigt, dass es viele kluge und leistungsfähige junge Menschen gibt. Wenn es gelingt, sie in der Region zu halten, muss uns um die Zukunft nicht bange sein“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener.

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