MINT-Truck "Touch Tomorrow" zu Gast

Schüler des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums erkunden Technik von Morgen

Der MINT-Truck macht fünf Tage lang für das Peter-Paul-Rubens-Gymnasium in Siegen Station. Schülerinnen der 12. Klasse programmieren hier einen Roboter. Foto: Tina Falkenhain

Siegen. Die Technik von Morgen macht diese und nächste Woche (bis Dienstag) beim Audi Zentrum in der Siegener Leimbachstraße Station – und zwar auf Rädern und in Form des MINT-Trucks „Touch Tomorrow“ der Hans-Riegel Stiftung. Insgesamt 200 Schüler des Peter-Paul-Rubens Gymnasiums erkunden mit Unterstützung von fünf MINT-Coaches Einblicke in die Welt der Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.

Auf zwei Etagen durchlaufen die Schüler hier verschiedene Erlebnisstationen. „Unten geht es um die Lebenswelt, oben um die Arbeitswelt von Morgen“, erklärt MINT-Coach Lina Barth. Die Vor- und Nachteile Organischer LEDs, einen Zug, der im Vakuum fährt (genannt Hyperloop), Datenverschlüsselung mit Caesar, Smart Textiles – all das können die Schüler in kleinen Gruppen selbst erforschen und ausprobieren. An jeder Station stehen auf einem Bildschirm Hintergrundinformationen in Form von Texten oder Videos zur Verfügung. „Das Highlight ist für die meisten die Gedankensteuerung“, so Lina Barth. Bei dem Spiel „Mindball“ tragen die Schüler ein Stirnband, das deren Gehirnströme (wie ein EEG) misst. Durch Impulskontrolle und leichte Kopfbewegungen müssen sie virtuell einen Ball durch ein Labyrinth steuern. Das Prinzip „mit dem Kopf durch die Wand“ funktioniert hier aber nicht: „Je entspannter man ist, desto besser funktioniert es“, so Barth.

Mit einer VR-Brille erkunden die Schüler Bauteile in einer Produktionsfirma.

Auf der oberen Etage programmieren die Schüler einen Roboter oder erkunden mit einer VR-Brille Bauteile in einer Produktionsfirma. Die Berufsberatung ist eine Pflichtstation für die Schüler – an jeder Station werden außerdem dazu passende Berufe erläutert. „Eineinhalb Stunden sind die Schüler hier“, so Dr. Leonie Fritsche, ebenfalls Coach an Bord des MINT-Trucks – und auch „Teilzeit-Truckerin“. Denn wie ihre Kollegin Lina Barth verrät, ist Fritsche auch die Frau am Steuer des riesigen Lkw. Seit 2018 ist der Truck der Hans-Riegel-Stiftung auf Deutschlands Straßen unterwegs und macht an verschiedenen Schulen Halt. „Uns wurde diese Möglichkeit angeboten, und da haben wir natürlich sofort zugegriffen“, erzählt Schulleiter Dieter Fischbach.

Fast wäre es aber nicht dazu gekommen: Der Truck war schlicht und einfach zu riesig für das PPR-Schulgelände. Nach einigen Telefonaten habe sich das Audi Zentrum in der Leimbachstraße freundlicherweise dazu bereiterklärt, einen Parkplatz für den Truck zur Verfügung zu stellen.

Und so residiert das imposante hellblaue Gefährt nun bereits seit Mittwoch in der Leimbachstraße. „Morgens von 7.45 bis 9.45 Uhr kommen Schüler der 7. und 8. Klassen hierher, danach die Oberstufenschüler“, erklärt Fischbach. „Ich finde es Klasse, die Schüler auch mal aus der Schule rauszubringen.“ So könnten sie sehen, wie sich das im Unterricht Gelernte in der Realität wiederfindet. „Das halte ich für ungeheuer wichtig.“

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