Klaus Vetter hielt Vortrag und spendete

Schulpartnerschaft mit der Ukraine an der Gesamtschule Eiserfeld (GEE)

Klaus Vetter spendete für die „Schulpartnerschaft mit der Ukraine“ an der Gesamtschule Eiserfeld und hielt außerdem einen spannenden Vortrag.

Eiserfeld – Dieses Wir-Gefühl Jugendlichen in Europa zu vermitteln – wie geht das? Ganz sicher nicht mit der sprichwörtlichen Brechstange. Viel eher sind Projekte wie das der Schulpartnerschaft mit der Ukraine an der Gesamtschule Eiserfeld (GEE) geeignet, einen Beitrag dazu zu leisten.

Sechs Tage Austausch, Begegnung und Programm liegen nun hinter den 15 Schülern aus der Ukraine und ihren Eiserfelder Gastgebern. Sechs Tage voller Highlights, zu denen ganz sicher auch der Besuch von Klaus Vetter mit seiner Spendenübergabe an das Projekt und an die SV der Schule zählen. Bereits im letzten Jahr hatte eine Gruppe Ukrainischer Gäste die Firma Vetter besucht, um neben einem Betriebsrundgang auch etwas über die Geschichte der ukrainischen Zwangsarbeiterinnen im Zweiten Weltkrieg in diesem Betrieb zu erfahren. Jetzt zeichnete Klaus Vetter bei seinem Besuch an der Gesamtschule Eiserfeld den diesjährigen Beteiligten eindrucksvoll und mit sehr persönlichen Erinnerungen noch einmal ein Bild der Zwangsarbeit in der damaligen Zeit. Historische Dokumente seines Powerpoint -Vortrags unterstrichen seine Schilderungen anschaulich, Bilder der damals jungen Frauen aus der Ukraine gaben der Geschichte ein Gesicht. Allen Zwangsarbeiterinnen waren seinerzeit Kontakte zu Einheimischen streng untersagt. Noch als Junge, so Klaus Vetter, habe er erlebt, wie seine Eltern sonntags „die Russenmädchen auf einem Spaziergang begleiteten.“ Ganz still und aufmerksam folgten Gäste und Gastgeber den Erzählungen von Klaus Vetter, immer wieder ins Ukrainische übersetzt von Ivanna Honchar, begleitende Lehrerin aus der Ukraine, und Slawa Rachewsky, Lehrer an der GEE. Die zahlreichen Fragen an Klaus Vetter im Anschluss an seinen Vortrag ließen erkennen, dass hier ein Stück gemeinsame Geschichte lebendig geworden war und zum Dialog anregte. „Und genau hier kommt der europäische Gedanke ins Spiel. Eine seiner wichtigen Errungenschaften ist es ja, dass wir heute grenzübergreifend Austausch pflegen und Kontakte knüpfen können und diese nicht, wie zur Zeit der Zwangsarbeiterinnen, politisch unerwünscht sind“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

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