Zum 30. April 2020

Severin schließt zwei Abteilungen in Sundern - 21 Mitarbeiter betroffen

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Sundern - Schlechte Nachrichten für 21 Mitarbeiter der Firma Severin in Sundern: Das Unternehmen schließt zwei Abteilungen am Standort Sundern.

Das teilte Severin am Mittwochvormittag mit. Demnach seien die Mitarbeiter am Mittwoch über die Schließung der Abteilungen Montage/Produktion und Stanzerei informiert worden. "Im herausfordernden Wettbewerbsumfeld und im Hinblick auf die Sicherstellung des künftigen Unternehmenswachstums war diese Maßnahme unumgänglich geworden", heißt es. 

Severin überprüfe nach eigenen Angaben im Rahmen der Neuausrichtung des Unternehmens laufend alle Wertschöpfungsketten und Kostenstrukturen, um auch in Zukunft bestmöglich aufgestellt zu sein. Im Zuge dieser Transformation seien bereits Umstrukturierungen am Standort Sundern vorgenommen worden, um das Profil zu schärfen und das Markengeschäft zu stärken. 

"Wir sehen keine andere Möglichkeit"

Die Umstrukturierungen gehen aber weiter: Am Mittwoch gaben die Geschäftsführer Christian Strebl und Ulrich Cramer die Schließung der Abteilungen Montage/Produktion und Stanzerei in Sundern zum 30. April 2020 bekannt. Mit dieser Maßnahme gehe der Abbau von 21 Vollzeitstellen einher. "Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und sind uns der Verantwortung gegenüber unseren langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr bewusst", wird Christian Strebl zitiert. "Angesichts der stetig wachsenden Herausforderungen eines kosten- und preissensiblen Marktes sehen wir aber keine andere Möglichkeit." 

Neue Produkte, die im Rahmen der Neuausrichtung ins Sortiment aufgenommen worden seien, hätten laut Severin nicht in die Produktionsprozesse der Fertigung in Sundern eingegliedert werden können. "Dies bedauern wir sehr. Steigende Kundenbedürfnisse und -erwartungen sowie die Entwicklung der internationalen Beschaffungs- und Absatzmärkte lassen uns keine Wahl", erklärt Ulrich Cramer. 

Standort Sundern soll "kundenzentrierter" werden

Bereits seit Ende der 1990er-Jahre sei das in Deutschland gefertigte Produktportfolio kontinuierlich zurückgegangen. 1995 produzierte Severin nach eigenen Angaben an insgesamt vier Standorten in Deutschland. Nach der sukzessiven Schließung der Produktionsstätten sowie dem Verkauf eines Werkes an einen externen Partner habe sich seit 2005 die Fertigung ausschließlich auf das Hauptwerk in Sundern konzentriert - mit damals 120 Mitarbeitern in der Produktion. Diese Zahl sei bis heute auf 23 gesunken. Insgesamt beschäftigt Severin in der Firmenzentrale in Sundern nach eigenen Angaben rund 310 Mitarbeiter - weltweit arbeiten rund 700 Mitarbeiter für das Unternehmen. 

In Zukunft soll die Ausrichtung des Standorts in Sundern insgesamt "kundenzentrierter" werden, heißt es in der Pressemitteilung: Abteilungen wie Logistik, Produktmanagement, After-Sales-Service, IT und Marketing seien in den letzten Monaten bereits sukzessive ausgebaut worden und sollen auch in Zukunft weiterentwickelt werden. In diesen Bereichen seien zahlreiche neue Stellen geschaffen worden. "Diese Konzentration schärft das Profil und trägt zur Zukunftssicherung der Firmenzentrale bei. Darüber hinaus ist es ein klares Bekenntnis zum Standort Sundern, das ganz im Sinne der langfristigen Planungen der Gesellschafter zu verstehen ist", wird die Geschäftsführung zitiert.

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