Demo-Zug und Party am Scheinerplatz

Siegen im Zeichen der Regenbogenflagge: Rund 400 Menschen feierten CSD

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Siegen. Bunt war es am Samstag in der Siegener Innenstadt. Gut 400 Menschen haben sich  beim Christopher Street Day (CSD) mit einem Demonstrationszug für die Rechte von Schwulen und Lesben eingesetzt.

Manuel Cramer, Demo-Leiter und zugleich Vorsitzender des Vereins CSD-Siegen, freute sich sehr über den guten Verlauf des CSD in Siegen. „Die Demo war sehr gut und deutlich wahrnehmbar. Wir haben sehr viel Solidarität erfahren“, so Cramer. Auch wenn Schwulen und Lesben mittlerweile heiraten dürfen, fehle  aus der Sicht der Menschen, die beim CSD zusammengekommen sind, aber noch mehr Gleichstellungen. „Mir fallen da die Adoptivrechte für gleichgeschlechtliche Paare ein. Und das ist alles andere als einfach“, so Cramer. Ein weiterer wichtiger Punkt ist aus seiner Sicht auch „dass wir die Rechte, die wir erreicht haben, auch weiterhin behalten." 

In Siegen hatte das Siegener Bündnis für Demokratie zusammen mit dem CSD Siegen zu dem Aufmarsch aufgerufen. Das Bündnis besteht aus Parteien, Vereinen und Verbänden, Gewerkschaften und Kirchen. Das Motto "Wir sind bunt und feiern rund" spiegelte sich auch in den Outfits vieler Menschen wider, die sich auf dem Scheinerplatz vor dem Apollo-Theater getroffen hatten. Von dort lief der Zug über die Koblenzer Straße am Kölner Tor vorbei. Dort riefen zwölf Gegendemonstranten der als rechtsextremistisch geltenden Partei "Der III. Weg ihre Parolen.

Durch die Hindenburgstraße über den Bahnhofsvorplatz, am Gerichtsgebäude entlang und über die Koblenzer Straße ging es zurück zum Apollo. Rund eine Stunde lief der bunte Demonstrationszug durch die Siegener Innenstadt. Erstmalig fuhr auch der Siegener Hübbelbummler an der Spitze des Zuges mit. Ein DJ auf dem oberen Deck feuerte die bunte Truppe am Boden an und der historische gelb-rote Bus war selbstverständlich bunt geschmückt. 

Mitgelaufen ist auch Landrat und zugleich CSD-Schirmherr Andreas Müller. „Wir sind das Volk. Wir, die wir heute hier sind. Wir sind mehr und wir sind lauter. Deshalb sage ich – auch ganz bewusst als Schirmherr des Christopher Street Days 2019 in Siegen: Herzlich willkommen zum CSD, dem großen Fest der Vielfalt für Gleichberechtigung und Akzeptanz“, beendete Andreas Müller seine Rede auf der Bühne. 

Anschließend feierten die Menschen noch bis 22 Uhr auf dem Platz vor dem Apollo.

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CSD in Siegen

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