Siegens neue Ufer prämiert: Städtebauprojekt unter den zehn Besten Deutschlands 

Über die offizielle Belobigungs-Urkunde freuten sich (v.l.): Stadtbaurat Michael Stojan, Bürgermeister Steffen Mues, Henrik Schumann, Leiter der Stadtentwicklung, und Projektleiter Thomas Griese.

Hannover/Siegen. Viel Lob für die neuen Ufer: Die Jury des Deutschen Städtebaupreises hat die Universitätsstadt Siegen in Hannover bei der Preisverleihung mit einer Belobigung ausgezeichnet.

Bürgermeister Steffen Mues nahm die Urkunde für das Städtebau-Projekt „Siegen – Zu neuen Ufern“ zur „Südwestfalen REGIONALE 2013“ entgegen, „stellvertretend für alle an diesem Jahrhundertprojekt seit 2010 Beteiligten. Das ist nun schon die sechste überregionale Auszeichnung, die das Projekt erhält, worüber sich alle Siegener freuen können“.

Mit der Belobigung schaffte es die Stadt Siegen unter allen 134 Wettbewerbsbeiträgen deutschlandweit unter die zehn Besten. „Wir freuen uns, unter so einer großen Zahl an Bewerbungen Berücksichtigung gefunden zu haben und damit auch überregional noch bekannter zu werden“, sagte Stadtbaurat Michael Stojan, der mit Henrik Schumann, Leiter der Stadtentwicklungs-Abteilung, und Projektleiter Thomas Griese ebenfalls vor Ort war. Die Preisverleihung im Hannover Congress Centrum (HCC) selbst lief im Stil einer Oscar-Verleihung ab.

Die achtköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Martin zur Nedden von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, würdigte damit den komplexen Prozess der Stadterneuerung in der Universitätsstadt Siegen: den ehemals überbauten Fluss in der Innenstadt wieder zur sichtbaren Attraktion zu machen und die Innenstadt zu einem urbanen Zentrum aufzuwerten, in dem sich die Bürger gerne aufhalten.

Im Rahmen einer bundesweiten Wanderausstellung, die auch in Siegen zu sehen sein wird, werden demnächst alle prämierten Städtebau-Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Deutsche Städtebaupreis wird ausgelobt von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und von der Wüstenrot Stiftung gefördert.

Mit den prämierten Städtebauprojekten werden alle zwei Jahre besonders vorbildliche, zukunftsweisende Beispiele für städtebauliche Planungen ausgezeichnet, die den öffentlichen Raum gestalten und sich der Pflege des Orts- und Stadtbildes verpflichtet sehen.

„Bei ‚Siegen – Zu neuen Ufern‘ handelt es sich um ein vielschichtiges Konzept mit einzelnen Leuchtturmprojekten. Dabei steht nicht die bloße Unterstützung des Einzelhandels oder der Umbau einzelner Stadträume im Fokus, sondern die parallele Schaffung völlig neuer Rahmenbedingungen in der Innenstadt. Dabei kommen neben dem aktiven Stadtumbauprozess rund um die Sieg sowie den Rückbau- und Renaturierungsmaßnahmen, vor allem der Etablierung des neuen ‚Campus Unteres Schloss‘ und der Realisierung des Marketingkonzepts tragende Rollen zu“, heißt es in der Begründung des Wettbewerbsbeitrags der Stadt Siegen.

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