„Man müsste jeden Schüler umarmen“

Sponsorenlauf der Bertha von Suttner-Gesamtschule brachte mehr als 30.000 Euro ein

Die Schülervertretung überreichte in dieser Woche Spendenschecks an drei gemeinnützige Projekte. Foto: André Baumann

Siegen. Beim 5. Sponsorenlauf der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule stellten die Schüler einen neuen Spendenrekord auf. Am Donnerstag überreichte die Schülervertretung drei gemeinnützigen Projekten ihre Spendenschecks.

Eigentlich müsse man jeden Einzelnen umarmen, so Andreas Brunke, sichtlich gerührt vom Engagement der Schüler. Am 21. September waren fast 1200 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche seiner Kollegen angetreten, um beim 5. Sponsorenlauf der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule den alten Spendenrekord zu knacken. Anders als in den Jahren zuvor wurden diesmal keine Kilometer, sondern die gelaufenen Runden gezählt. Diese Umstellung des Systems scheint sich ausgezahlt zu haben und so mancher Sponsor wird beim Blick auf die absolvierten Runden durchaus überrascht gewesen sein. Denn die Läufer gaben wirklich alles und brachen so letztlich den Rekord.

Etwas mehr als 30.000 Euro generierte der Sponsorenlauf. Ein unfassbarer Wert, den die Schüler jedoch keineswegs nur für sich behalten wollten. So kam es, dass sich die Schülervertretung am Donnerstag in der Aula der Schule einfand, um drei gemeinnützigen Projekten ihre Spendenschecks zu überreichen. Rund ein Drittel erhielt dabei die Hilfsorganisation „Utho Ngathi“. In den südlichen Gebieten Afrikas unterstützt sie Menschen mit Behinderungen, die dort in den ländlichen Regionen von der restlichen Gesellschaft oft isoliert und benachteiligt werden.

Als Andreas Wörster, der gemeinsam mit Masauso Phiri den Spendenscheck entgegennahm, den anwesenden Schülern von seiner Arbeit erzählte, lauschten sie gebannt. Er berichtete unter anderem von einem jungen Mann, der eigentlich nur 20 Kilometer von den Viktoriafällen entfernt wohnt, aber noch nicht die Chance geboten bekam, diese auch zu bewundern, da er aufgrund seiner Behinderung nie in seinem Leben das Haus verlassen konnte. Durch die Hilfe der Organisation, die einen Rollstuhl und weitere Dinge bereitstellte, ist es ihm nun möglich, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Speziell bei der Schilderung dieses Schicksals schienen die Schüler überzeugt davon zu sein, das Geld sinnvoll weitergegeben zu haben. Dankbar für die Spende mahnte Masauso Phiri am Ende, trotz der Einblicke in diese erschütternden Lebensumstände, auch die Probleme „vor der eigenen Haustür“ nicht zu vergessen. Diesem Ratschlag kam die Schülervertretung jedoch schon nach. Denn nochmal knapp 10.000 Euro gingen kurz zuvor bereits an zwei regionale Projekte. Eine Finanzspritze erhielt zum einen das Kinderhospiz Balthasar in Olpe und zum anderen die Kinderinsel der Kinderklinik in Siegen.

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