Vorfall am Siegener Fischbacherberg

Streit am Feiertag: 15-Jähriger sticht zu, Opfer (47) stirbt - Jugendlicher jetzt in U-Haft

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Am Tatort wurden zahlreiche Kerzen und Rosen niedergelegt.

[Update, 18.36] Siegen. Eine Auseinandersetzung zwischen einem 15-jährigen und einem 47-jährigen Siegener hat am Donnerstagabend am Fischbacherberg ein schlimmes Ende gefunden. Der Jugendliche stach mit einem Messer mehrfach auf den Älteren ein. Das Opfer erlag später seinen schweren Verletzungen. Der 15-Jährige ist jetzt in Untersuchungshaft.

Nach Aussagen eines Anwohners, der nur wenige Meter neben dem Tatort wohnt, soll sich der Streit im Bereich der Bushaltestelle Grünberger Straße zugetragen haben. „Hier waren zwei Jugendliche in Streit geraten. Ein Mann ist zum Streit hinzugekommen und griff in dem Streit mit ein", erzählt er. Plötzlich habe einer der Jugendlichen ein Messer gezogen und mehrfach zugestochen. Anschließend sei der Messerstecher geflüchtet. Anwohner haben versucht, Erste Hilfe zu leisten und Polizei sowie Rettungsdienst alarmiert. 

Laut einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft Siegen und der Polizei Hagen war der Streit an Fronleichnam gegen 17.30 Uhr eskaliert. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 15-Jährige seinem Gegenüber mit einem Messer mehrfach in den Oberkörper gestochen haben. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Mann in ein Siegener Krankenhaus gebracht. Dort starb er am frühen Abend an den Folgen der Messerstiche. Der 15-Jährige konnte nach kurzer Flucht von der Polizei vorläufig festgenommen werden. 

Die weiteren Ermittlungen werden seit Donnerstagabend von einer Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen und der Staatsanwaltschaft Siegen geführt. 

Der 15-jährige Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Siegen am Freitag dem Haftrichter vorgeführt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei gegen 18.30 Uhr mitteilten. Der Richter ordnete demnach die Untersuchungshaft an. "Der Jugendliche befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen zum Hintergrund der Auseinandersetzung sowie zur genauen Art und Weise der Tatbegehung dauern an", hieß es. 

Weitere Auskünfte würden wegen des jugendlichen Alters des Beschuldigten nicht erteilt, hieß es bereits in einer ersten Mitteilung. 

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