„Spannend und wertvoll“

Theatergruppe „gee whiz!“ der Gesamtschule Eiserfeld vertrat NRW in Kiel beim Schultheater der Länder

Die Eiserfelder Schüler begeisterten in Kiel mit ihrem Stück „unerhört“.

Eiserfeld. Der NRW-Beitrag für das bundesweite Schultheater der Länder kam diesmal aus Siegen – genauer gesagt, aus Eiserfeld. Die Jugendtheatergruppe „gee whiz!“ der Gesamtschule wurde mit ihrer Eigenproduktion „unerhört“ vom Landes- sowie vom Bundesverband Theater in Schulen ausgewählt, das Land NRW in Kiel zu vertreten.

Das Schultheater der Länder (SDL) ist mit insgesamt über 500 Teilnehmenden europaweit das größte Schultheaterfestival, für das jedes Jahr jeweils eine Schultheatergruppe aus allen 16 Bundesländern ausgewählt wird.

So kamen allein über 320 theaterbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Republik zu einem stimmungsvollen und perfekt organisierten Festival in Kiel zusammen.

In einer ausverkauften Vorstellung begeisterte die Siegener Gruppe Publikum, Festivalleitung und auch die Fachforen.

Eine Woche voller Theater, Begegnung, Austausch, Lernen und Freude. „Das Schultheater der Länder ist eine Erfahrung, die ich um keinen Preis der Welt hergeben würde. Meine SDL-Woche lässt sich mehr in einem Freudentanz ausdrücken, als in Worten, obwohl die Worte „aufregend“, „spannend“ und „wertvoll“ auch sehr gut passen“, fasst Karo von „gee whiz!“ die Woche in Kiel zusammen.

Das „SDL18“ stand unter dem Motto „Theater und Politik - Flagge zeigen!“, welches nicht nur in jedem Theaterstück zu finden war, sondern die ganze Woche über eine wichtige Rolle spielte. Die verschiedenen Gruppen haben während des Festivals zueinander gefunden, konnten sich austauschen und kennenlernen und waren verbunden durch ihre Begeisterung für das Theater.

Flagge hat auch „gee whiz!“ mit ihrem Stück „unerhört“ gezeigt. In einer ausverkauften Vorstellung begeisterte die Siegener Gruppe Publikum, Festivalleitung und auch die Fachforen der festivalbegleitenden Fachtagung. Die Spielerinnen und Spieler thematisierten in ihrer Eigenproduktion, dass Kinder und Jugendliche eine eigene Stimme haben, die von der Erwachsenenwelt ernstgenommen und mit Respekt behandelt werden muss. Nur so können Heranwachsende Selbstwirksamkeit erfahren, eine notwendige Voraussetzung für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Unerhört blieb auf diesem Festival allerdings keiner. In Schülernachgesprächen wurden die Stücke aller Bundesländer besprochen. „Die Nachgespräche haben nochmal einen anderen Blick auf das eigene Stück geliefert und gezeigt, was genau beim Publikum angekommen ist“, sagt Karo. Nach vielen gelungenen Theaterbesuchen, unvergesslichen Momenten und Begegnungen sowie wertvollen Erfahrungen wurde die Woche mit einer gelungenen Abschiedsparty beendet und mit viel Spaß und Freude die ereignisreiche Woche gebührend gefeiert. Ein großes Miteinander am Abend vor der Abreise.

„Wenn ich eines vom SDL18 mitgenommen haben, dann ist es das Akzeptieren von Unterschiedlichkeiten und Offenheit gegenüber allem und jedem.“,so Karo abschließend. Und Celine ergänzt: „Die Möglichkeit gehabt zu haben, so viele Eindrücke zu sammeln, andere Schülerinnen und Schüler beim Spielen zu bewundern und sich selbst dabei zu beobachten, wie man sich weiterentwickelt, war einzigartig und etwas, was ich jedem Theaterbegeistertem wünsche.“

Ob dies auch nach 2020 noch möglich ist, kann im Moment nicht sicher gesagt werden, da ein wichtiger Sponsor seine Förderung turnusmäßig einem anderen Zweck zukommen lässt. In einem „Kieler Appell“ bitten deshalb die Vorstände aller Landesverbände für Schultheater sowie alle beteiligten Spielgruppen das Bundesministerium für Bildung und Forschung, durch die Übernahme der Basisfinanzierung den Fortbestand des einzigartigen bundesweiten Festivals zu garantieren.

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