Trotz Gerichtsbeschluss: Vater will sein Kind nicht herausgeben und verletzt zwei Polizisten 

Geisweid. Weil ein 39-jähriger Mann sein dreijähriges Kind trotz gerichtlichem Beschluss nicht in die Obhut der Mutter geben wollte, gab es vor einer Woche (27. Juni) einen Polizeieinsatz, bei dem zwei Beamte verletzt wurden. 

Hintergrund: Auf der Grundlage eines obergerichtlichen Beschlusses sollte das dreijährige Kind aus der Obhut des 39-jährigen Vaters in die Obhut seiner Mutter überführt werden. Dazu leistete die Polizei die zuvor durch den Gerichtsvollzieher angeforderte Vollzugshilfe. Die Beamten hielten den 39-jährigen Mann, der mit seinem Kind im Auto in Geisweid unterwegs war, an. Der 39-Jährige verweigerte die Herausgabe des Kindes und  leistete Widerstand. Dann flüchtete er. Aufgrund des schutzwürdigen Interesses des minderjährigen Kindes sahen die Polizeibeamten von einer Verfolgung des Flüchtigen ab.

In Geisweid erhielten die Anwohner der Breitscheidstraße, Reckhammerstraße und Ludwig-Kenter-Straße kurz darauf Flugblätter einer Gruppierung, die den Sachverhalt und den Polizeieinsatz in Frage stellt. Der Einsatz sei "eine fingierte Verkehrskontrolle" gewesen, bei der der Vater und das Kind mit "roher Gewalt" bedroht worden seien. 

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