Acht Vorstellungen im Viktoria Filmtheater

Über Filme ins Gespräch kommen: „Kirchen und Kino“ ab jetzt auch im Siegerland

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Stellten die Reihe „Kirchen und Kino“ vor (v.l.n.r.): Jochen Manderbach, Elisabeth Zöller und Heike Dreisbach.

Siegerland/Dahlbruch – Kirche und Kino sind zwei Begriffe, die in der Geschichte nicht immer konfliktfrei miteinander auskamen. Dort wo früher oft Ablehnung – bis hin zu Verboten von Filmen durch die Kirche – herrschte, wird jetzt Nähe gesucht. Die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Olpe (KEFB), das Katholische Bildungswerk Siege-Wittgenstein (KBW) und der Evangelische Kirchenkreis Siegen (EKiKS) präsentieren zusammen mit dem Viktoria-Filmtheater in Dahlbruch ab Ende Oktober zusammen die Veranstaltungsreihe „Kirchen und Kino“.

Die insgesamt acht Filme sollen in der Regel an jedem letzten Mittwoch im Monat im Viktoria gezeigt werden. Bei der Auswahl der Filme – über die von einer Jury aus Vertretern der kirchlichen Bildungs- und Medienarbeit und der beteiligten Kinos Vertreter abgestimmt wurde – habe man darauf geachtet, dass Werke den Weg ins Programm finden, die ein breites Publikum anzusprechen.

Es werden „keine Bibelverfilmungen“ gezeigt, erklärte Heike Dreisbach (EkiKS) jetzt bei der Vorstellung des ökumenischen Projekts. Stattdessen wolle man über die Filme ins Gespräch kommen. Jesus habe schließlich auch in Gleichnissen geredet, so Heike Dreisbach. „Filme können Themen mehr zuspitzen, als die Kirchen. Diese brauchen das, um herausgefordert zu werden.“

Einführung vor und Diskussion nach dem Film

Im Film „Woman at War – Gegen den Strom“ (26. Feburar) gehe es beispielsweise darum, wie weit man als Weltenverbesserer gehen könne und im Film „Styx“ (27. Mai) geht es um eine Frau, die auf einer Segeltour ein sinkendes Flüchtlingsboot entdeckt, erklärte Kinobetreiber Jochen Manderbach. Die Filme sprechen Themen an, die aktuell sind und für Gesprächsstoff sorgen. Aus diesem Grund gehört an den Filmabenden auch die Interaktion mit dem Filmpublikum zum Konzept.

„Vor jeder Vorstellung findet eine Einführung statt und nachher ist auch Zeit, um über die Filme zu sprechen“, erklärt Elisabeth Zöller (KEFB. Abwechselnd mit Michael Freundt (KEFB), und Heike Dreisbach wird sie die Moderation einiger Filmabende übernehmen.

Die erste Vorstellung der Reihe „Kirchen und Kino“ findet am Mittwoch, 30. Oktober, um 20 Uhr im Viktoria statt. Dann wird der Film „Shoplifters – Familienband“ von Regisseur Hirokazu Kore-eda gezeigt. Mit „Gundermann“ (Regie: Andreas Dresen) geht es am 27. November weiter.

Außerdem werden bis Juni 2020 noch folgende Filme im Viktoria Kino gezeigt: „The Wife – Die Frau des Nobelpreisträgers“ (29. Januar), „Girl“ (25. März), „Capernaum - Stadt der Hoffnung“ (6. Mai) und „Fridas Sommer“ (24. Juni).

Mehr Infos zu den Filmen der „Kirchen und Kino“-Reihe gibt es unter www.kircheundkino.de

Unter www.viktoria-kino.de können Interessierte bereits jetzt schon Eintrittskarten für alle acht Filmvorstellungen reserviert werden.

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