Polizei: Kreis gehört dennoch zu den landesweit sichersten Regionen

Verkehrsunfallstatistik: Deutlich mehr Verunglückte bei Unfällen unter Alkoholeinfluss im Kreis als 2017 

+
Die Kreispolizeibehörde kündigt auch weiterhin kontinuierliche Kontrollen an. 

Siegerland. Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Kreisgebiet ist leicht rückläufig, Siegen-Wittgenstein gehört nach wie vor zu den landesweit sichersten Regionen. Allerdings gab es im vergangenen Jahr in der hiesigen Region zwei Unfalltote mehr als im Jahr davor, und auch die Zahl der unter Alkoholeinfluss Verunglückten hat sich deutlich erhöht. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik 2018 hervor, zu der die Kreispolizeibehörde jetzt Zahlen, Daten und Fakten veröffentlichte.  

Insgesamt wurden mit 10.402 Verkehrsunfällen 29 Unfälle weniger registriert als noch im Jahr 2017. Allerdings stieg sowohl die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden (+ 22 / + 3 Prozent) als auch die Anzahl der verunglückten Personen (+ 52 / + 6 %) im Vergleich zu 2017 an.

Unfalltote: Deren Anzahl (2017: 4) stieg 2018 um zwei auf sechs (darunter 3 tödlich verletzte Motorradfahrer) an. Unfälle unter Beteiligung von Motorradfahrern sind von einem erhöhten Niveau ausgehend rückläufig; aber: im Juli 2018 starben eine Motorradfahrerin und zwei Motorradfahrer.

Die Anzahl der Verunglückten bei Unfällen unter Alkoholeinfluss stieg deutlich an (+ 28 Prozent ); insgesamt wurden hierdurch 43 Personen verletzt (+ 10).

Die Anzahl verunglückter junger Erwachsener (- 30 / - 16 Prozent) ging zurück (160 Verunglückte). Die Zahl verunglückter Senioren (112 Verunglückte / + 8 Verunglückte) und Kinder (65 Verunglückte / + 8 Verunglückte) stieg maßvoll an, die der verunglückten Jugendlichen (70 Verunglückte / + 17 Verunglückte) schon wesentlich deutlicher.

Pedelecfahrer und Fußgänger: Auch gab es mehr Verkehrsunfälle, bei denen Pedelecs beteiligt waren (+ 3); ein Pedelec-Fahrer kam bei  einem Alleinunfall sogar ums Leben. 17 weitere Pedelec-Fahrer wurden bei Unfällen verletzt. Grundsätzlich stiegen die Zahlen der bei Verkehrsunfällen verletzten Fußgänger (+ 11) und Radfahrer einschließlich Pedelecfahrer (+ 26) an.

Trotz alledem gehöre Siegen-Wittgenstein nach wie vor zu den landesweit sichersten Regionen, heißt es in der Mitteilung aus der Kreispolizeibehörde. Dabei bleibe Geschwindigkeit eine bedeutsame Ursache folgenschwerer Unfälle, da ein hohes Tempo besonders in Kombination mit anderen Fehlverhaltensweisen die Unfallgefahr deutlich erhöhe. 

Jeder Verkehrsteilnehmer, der sich achtsam und verkehrsgerecht verhält, verringere das Unfallrisiko, insbesondere, wenn er mit angepasster Geschwindigkeit fahre,Gurt und Rückhaltesysteme für sich und seine Kinder nutze, sich nicht durch Smartphone und Co. ablenken lasse und weder Drogen noch Alkohol konsumiere und unter deren Einfluss am Straßenverkehr teilnehme.

Abschließend weist die Kreispolizeibehörde ausdrücklich darauf hin, dass ihr die Verkehrssicherheit ein zentrales Anliegen sei: „Daher wird die Polizei auch weiterhin präventiv und repressiv Verkehrssicherheitsarbeit betreiben. Hierbei werden auch in Zukunft kontinuierliche, brennpunktorientierte sowie flächendeckende Kontrollen erfolgen.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare