Bratstraße macht den Abflug

Uni-Mensa zieht um: Küchengeräte wurden mit dem Schwerlastkran transportiert

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Hier wird gerade die Bratstraße (ohne Verkleidung) mit dem Schwerlastkran aus der Zentralmensa geholt. Auch die Frittierstraße und die Konvektionsöfen (zum Garen von Gemüse) zogen auf diese Weise um.

Siegen. Wenn auf dem Haardter Berg Bratstraße, Konvektionsöfen und Bandfritteuse an einem Schwerlastkran in der Luft baumeln, dann ist Umzugstag in der Mensa der Universität Siegen. Heute sind die schwersten Küchengeräte schon mal von der Zentralmensa am Adolf-Reichwein-Campus in die Interimsmensa (Modulbau) transportiert worden.

Die Geräte wurden durch die Gebäudefront beim Restaurant ars mundi umgesetzt und mit dem Kran herunter gehoben. Auf dem Lkw ging es dann zur Interimsmensa.

Wer sich unter einer Bratstraße erstmal nichts vorstellen kann: Dieses Gerät sorgt dafür, dass die Schnitzel schön knusprig werden. An normalen Mensa-Tagen kann man damit rund 1200 Schnitzel pro Stunde braten. Die Frittierstraße ist mit rund 400 Kilo nicht ganz so schwer, aber für Fans der frittierten Kartoffel fast genauso wichtig. Pro Charge können damit zehn bis 15 Kilo Pommes zubereitet werden. Diese Geräte haben nun vorerst den „Abflug“ gemacht. Das heißt, die Küchenmitarbeiter müssen in Sachen Braten und Frittieren in den kommenden Wochen improvisieren. Der größte Teil des Umzugs findet nämlich am Wochenende ab dem 29. September statt. Bis dahin läuft der Betrieb der Zentralmensa weiter. Dann ziehen die restlichen Großgeräte und das Mobiliar ebenfalls in die Interimsmensa um. Bis zum 3. Oktober sind alle Mitarbeiter der betroffenen Bereiche an diesem Umzug beteiligt.

Das heißt, dass die Mensa am Montag, 2. Oktober (Brückentag), geschlossen bleibt. Auch das Angebot des Bistros ist an diesem Tag bereits eingestellt. Das Studierendenwerk bietet aber über das Bistro einen Eintopf an. Die Interimsmensa ist dann ab dem 4. Oktober für die Studierenden geöffnet. Da die „provisorische“ Mensa im Containerbau nicht ganz so groß ist, ändern sich die Produktionsabläufe in der Küche und auch die Zahl der Sitzplätze schrumpft von 884 (in der alten Mensa) auf 730. Um diese Änderungen aufzufangen, verlängert das Studierendenwerk im WS 2017/18 die Öffnungszeiten um 30 Minuten.

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