Unternehmen von der Pleite bedroht: Standort in der City-Galerie wird aufgegeben

Siegen. Schlechte Nachrichten für den Einzelhandelsstandort Siegen: Auf Anfrage erklärte das von der Pleite bedrohte Modeunternehmen Gerry Weber, dass der Standort Siegen in der City Galerie aufgegeben wird.

Gerry Weber betreibt eine Filiale im Obergeschoss der City-Galerie schräg gegenüber der Buchhandlung Hugendubel. Wie viele Mitarbeiter von der Schließung betroffen sind, ist unklar. Das Sanierungskonzept sieht vor, dass bundesweit bis Ende November 146 Gerry-Weber-Filiale geschlossen werden. 330 Vollzeitkräfte sollen so eingespart werden. „Da in den Filialen viele Teilzeitkräfte beschäftigt sind, ist die reine Kopfzahl höher“, sagt Unternehmenssprecher Moritz. Auch die Filialen in Hamm (Allee-Center) und Lüdenscheid (Stern-Center) werden von der Schließungswelle Ende November erfasst. Unna macht sogar schon Ende Juni dicht. Hier läuft bereits der Räumungsverkauf. 

Die Standorte in Menden, Arnsberg, Bergisch-Gladbach und Soest bleiben nach Auskunft von Gerry Weber erhalten. Die bundesweiten Schließungen sollen in drei Phasen erfolgen – zum 30. September, 31. Oktober und 30. November. Seit Ende Januar befindet sich das börsennotierte Familienunternehmen Gerry Weber International AG im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Verfahren für die AG wurde am 1. April eröffnet, einen Monat später auch für die Gerry Weber Retail GmbH & Co. KG. Hier sind die Beschäftigten angestellt. „Die Kündigung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt in drei Phasen auf Basis noch abzuschließender Interessenausgleichsvereinbarungen und entsprechender Sozialpläne. Der Vorstand befindet sich hierzu in bereits weit fortgeschrittenen, konstruktiven Verhandlungen mit dem Betriebsrat und deren rechtlichen Beratern“, heißt es in einer Anfang Juni veröffentlichten Mitteilung des eingesetzten Sachverwalters. 

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