SRW nehmen auch weiterhin Elektroschrott entgegen

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Die Siegener Recycling Werkstätten nehmen auch weiterhin Elektroschrott an.

„Da die Stadt Siegen den Entsorgungsauftrag für Elektroschrott ab dem kommenden Jahr an Remondis vergeben hat, sind Gerüchte entstanden, dass nun die Siegener Recycling Werkstätten (SRW) keinen Elektroschrott mehr annehmen würden.

Dies ist nicht der Fall“, heißt es in einer Pressemitteilung der AWo, die somit den Gerüchten entgegenwirken möchte.

„Es ist wichtig, dass die SRW auch weiterhin im Bewusstsein der Menschen bleiben, damit die Arbeitsmaßnahmen und Beschäftigungen für Menschen mit Behinderungen weiter durchgeführt werden können“, heißt es.

Ludwig H., 48 Jahre alt, war 14 Jahre lang arbeitslos. Er und seine Familie haben sehr unter den Auswirkungen der Erwerbslosigkeit gelitten. Nicht nur das eigene Haus haben sie verloren – das Gefühl, versagt zu haben, führte zu psychischen Problemen und Schwierigkeiten beim zweifachen Familienvater.

Ludwig H. wusste lange keinen Ausweg mehr, wurde immer wieder krank und war sehr verzweifelt. Trotzdem arbeitet er jetzt wieder. Im Januar begann er wieder einen geregelten Arbeitsablauf in der Siegener Recycling Werkstätten GmbH, kurz genannt SRW. Zusammen mit der Kreishandwerkerschaft Siegen hat der AWo-Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe die SRW GmbH zur Durchführung von Arbeitsmaßnahmen und zur Schaffung für Außenarbeitsplätze für behinderte Menschen ins Leben gerufen.

Seit 2005 werden in den Siegener Recycling Werkstätten im Bereich von Elektro- und Elektronikrecycling beispielsweise Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung angeboten, die aus Mitteln der ARGE Siegen-Wittgenstein gefördert werden. Genau wie Ludwig H. diente der SRW auch schon vielen anderen Personen als Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt. Vor einem Monat hat auch Ludwig H. den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Als Lagerist konnte er ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bei einem großen Siegerländer Industrieunternehmen antreten.

„Hier sieht man wieder, dass Menschen oftmals nur eine kleine Hilfestellung benötigen, um ihr Leben wieder selbstbestimmt leben zu können“, freut sich Dr. Andreas M. Neumann, Geschäftsführer des AWo-Kreisverbandes und der Siegener Recycling Werkstätten. Und auf noch einen wichtigen Punkt möchte Neumann hinweisen: „Indem die Siegener bei uns recyceln, unterstützen sie diese wichtige Arbeit des beruflichen Wiedereinstiegs für Langzeitarbeitslose. Deshalb der Aufruf an alle: „Bitte recyceln Sie im Jahr 2015 auch weiterhin bei den Siegener Recyclingwerkstätten in Kaan-Marienborn.“ Geöffnet hat der SRW an der Eisenhüttenstraße 28 montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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