"Volksbank Siegerland ist gesund und steht auf solidem Fundament"

Der Vorstand der Volksbank Siegerland blickt positiv in die Zukunft: Jens Brinkmann (li.) und Norbert Kaufmann.

Siegerland. Die Volksbank Siegerland ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Erneut konnte die Genossenschafts-Bank trotz anhaltender Niedrigzinsphase Zuwächse verzeichnen.

„Die Volksbank Siegerland eG ist gesund und steht unverändert auf solidem Fundament“, resümmierte Jens Brinkmann, Mitglied des Vorstandes, bei der Vorstellung der Jahres-Bilanz.

Als einer der Hauptgründe für das gute Ergebnis sieht der Vorstand die konsequent umgesetzte genossenschaftliche Beratung. „Wir stellen die Mitglieder und Kunden mit ihren speziellen Wünschen und Zielen in den Mittelpunkt. Finanzberatung, die erst zuhört und dann ehrlich, verständlich und glaubwürdig berät“, erklärte Vorstandssprecher Norbert Kaufmann die Strategie, die bei den Kunden wohl gut ankommt. Erst kürzlich wurde die Volksbank in puncto „Beratungsqualität“ als „Beste Bank vor Ort“ ausgezeichnet. Die tragenden Säulen der erwirtschafteten Erträge sind das Firmenkundengeschäft, der Wertpapierhandel sowie das Baufinanzierungsgeschäft.

Die Bilanzsumme hat sich in 2017 um etwa 70 Millionen Euro auf jetzt 1,426 Milliarden Euro erhöht. Dies entspricht einem Anstieg um fünf Prozent. Der Erfolg drückt sich auch im Kundengeschäftsvolumen – also der Summe aller Kredite und Geldanlagen – aus. Hier verzeichneten die Volksbank und die Unternehmen im Finanzverbund, deren Bestände mit eingerechnet werden, eine Steigerung um 125 Millionen Euro (4,5 Prozent) auf 2,95 Milliarden Euro.

Das Kundenkreditvolumen betrug zum Jahresende insgesamt fast 1,14 Milliarden Euro. Neukredite über 250 Millionen Euro wurden vergeben. Das Geld wird hauptsächlich für den privaten Wohnungsbau oder gewerbliche Immobilien verwendet. Doch auch für Dinge des alltäglichen Lebens geben die Menschen Geld aus. Der von der Volksbank angebotene Konsumentenkredit „easycredit“ verzeichnete einen Anstieg um 30 Prozent. „Der konjunkturelle Aufschwung hat in 2017 an Dynamik gewonnen. Zentraler Wachstumsmotor sind dabei staatliche und private Konsumausgaben“, erklärte Kaufmann.

Unverändert sei viel Liquidität unterwegs. Auch in 2017 sind die Guthaben auf Gironkonten nochmals deutlich gestiegen. Die Geldanlagen steigen um fünf Prozent auf 1,813 Millionen Euro. Besonders stark war der Umsatz mit Wertpapieren. Hier verzeichnete die Volksbank eine Steigerung um 25 Prozent.

Aus der Position der wirtschaftlichen Stärke und guter Marktpositionierung stellt die Volksbank nun die Weichen für Zukunft. Wie bereits berichtet, soll aus zwei eins werden. Die Volksbank Siegerland und die Volksbank im Märkischen Kreis wollen fusionieren. Im Mai werden die Mitglieder über die Pläne abstimmen. „Die bisherigen Reaktionen waren durchweg positiv“, weiß Norbert Kaufmann. Die Fusion sei auf jeden Fall der richtige Weg, ist Kaufmann sicher. Der kürzlich erschienene „Bankenreport Deutschland 2030“ der renommierten Gesellschaft Oliver Wyman prognostiziert, dass sich die Zahl der deutschen Banken von heute 1600 auf 150 bis 300 Institute reduziere. Kaufmann: Wir stehen vor einen starken Konzentrationswelle, ausgelöst durch Digitalisierung, Demografie, zunehmendem Wettbewerb und verändertem Kundenverhalten. Wer jetzt nicht handelt, wird verlieren.“ Die Volksbank verspricht sich unter anderem im Bereich der Administration Synergieeffekte.

Der Vorstand machte jedoch auch deutlich, dass die Fusion keine Kündigungen nach sich ziehen werde. „Wir haben genug für alle zu tun. Wir nehmen alle derzeit 273 Mitarbeiter mit“, so Brinkmann. Auch der Name Volksbank Siegerland werde definitiv nicht vom Markt verschwinden.

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