Vierte Verhandlungsrunde am 6. März

"Von Forderungen weit entfernt": AWo-Mitarbeiter versammelten sich zu ganztägigem Warnstreik

Siegen. Exakt 216 AWo-Beschäftigte hatten sich am 19. Februar in der Siegerlandhalle zu einem ganztätigen Warnstreik versammelt. Zum Streik aufgerufen hatte ver.di die Beschäftigten der Kitas und Behindertenwerkstätten in der Region Siegen-Wittgenstein und Olpe.

Als Folge des Streiks mussten alle sechs Behindertenwerkstätten und vierzehn Kitas geschlossen werden. Viele andere Einrichtungen liefen im Notbetrieb. Eröffnet wurde die Veranstaltung in der Siegerlandhalle von der zuständigen Gewerkschaftssekretärin im ver.di Bezirk Südwestfalen, Mechthild Boller-Winkel. Anschließend erhielten die Kollegen der AWo die Gelegenheit ans Mikrofon zu treten und ihre Anliegen kundzutun. 

Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der AWo NRW hatte die Gewerkschaft zu landesweiten Warnstreiks aufgerufen. „In der dritten Verhandlungsrunde gab es Tippelschrittchen, aber kein einigungsfähiges Angebot“ erklärte Verhandlungsführer Wolfgang Cremer. „Von unseren Forderungen sind wir noch weit entfernt. Die Arbeitgeber wollen das Volumen von 7 Prozent für die Tariferhöhungen nicht verändern. Über eine Laufzeit von weniger als 30 Monaten könnte man reden.“ ver.di fordert eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 10 Prozent, bei einer Laufzeit von 13 Monaten und damit eine Angleichung an das Lohnniveau im öffentlichen Dienst. 

Die Arbeitgeberseite konnte in den ersten drei Verhandlungsrunden aber kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Vor der vierten Verhandlungsrunde am 6. März machten die Beschäftigten mächtig Druck. Für die Tarifkommission ist laut Cremer klar: „Es muss endlich „Butter bei die Fische“. Wir brauchen ein wirklich verbessertes Angebot für Lohnerhöhungen von den Arbeitgebern. Sonst ist eine Einigung nicht möglich!“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare