"Wir werden auch weiterhin freitags laut sein und für unsere Zukunft kämpfen“

Globaler Klima-Streik: Auch in Siegen trotzten Hunderte dem Regen

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Der Regen hielt sie nicht ab: Junge Menschen streikten heute weltweit für eine nachhaltige Klimapolitik. Auch in Siegen waren hunderte Menschen dabei.

Siegen. Hunderte junge Menschen ließen sich am Freitagmorgen auch nicht durch den strömenden Regen davon abhalten, für den Klimaschutz auf die Siegener Straßen zu gehen. Sie schnappten sich einfach Schirme, Regenjacken bzw. blaue Müllsäcke und Gummistiefel und trotzten dem schlechten Wetter und auch der Kritik, sie würden das alles nur tun, um einen Grund zum Schule schwänzen zu haben. „Wir verzichten nicht einfach so auf unser Privileg, eine Schulbildung genießen zu können“, verkündete einer der Teilnehmer durchs Megaphon und erhielt daraufhin kollektiven Beifall.

Von der Bluebox ging es wieder über den Siegener Bahnhof, die Morleystraße und die Kölner Straße hoch zum Rathaus, wo wieder eine Kundgebung stattfand. An diesem Freitag demonstrierten Menschen in über 100 Ländern überall auf der Welt, in Deutschland fanden die „Fridays for Future“-Streiks an über 200 Standorten statt. „Die Verkehrswende ist nötig. Nicht nur im Hinblick auf die Gesundheit, sondern auch im Bezug auf Sicherheit. Wenn wir und folgende Generationen eine Zukunft haben sollen, muss jetzt gehandelt werden", so Maximilian Langebeck von „Fridays for Future Siegen“ in einem Statement. 

„Wir sind es leid, still mit anzusehen, wie die erwachsenen Politiker über unsere Zukunft entscheiden. Wir sind es leid, dass der Klimawandel nicht als die Gefahr angesehen wird, die er für uns und nachfolgende Generationen ist. Deshalb werden wir auch weiterhin freitags laut sein und für unsere Zukunft kämpfen“, sagt der Siegener Schüler Noah Rynio. 

Und laut war es auch an diesem Freitag wieder. Mit dabei diesmal auch die Grundschule aus Buschhütten, deren Schüler mit ihren Lehrern in der unterrichtsfreien Zeit „Überstunden“ für den guten Zweck machten. An der Schule gibt es auch eine Schulversammlung, Klassenräte und ein Kinderparlament - die Schüler sollen auf diese Weise lernen, dass Sie ein Mitspracherecht haben, sagte eine der begleitenden Lehrkräfte.

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