"Wer sich die Musik erkiest..."

Im Jahr der Kirchenmusik präsentiert der Bach-Chor Siegen sein aktuelles, neues Jahresprogramm 2012 unter dem Motto Martin Luthers "Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Gut gewonnen!".

Den Zuhörer erwarten wiederum zahlreiche kleine und große musikalische Höhepunkte in ganz unterschiedlichen Musikbereichen. Nach dem bereits fulminanten Start mit Peter Scholls Neujahrskonzert und GioraFeidmans begeisterndem Klezmer-Programm folgt nun am 5. Februar um 18 Uhr ein weiteres Orgelkonzert zum 60-jährigen Jubiläumsjahr der von vielen Interpreten hochgeschätzten Martini-Orgel: Andreas Köhs -ehemaliger Schüler U. Stötzels, mittlerweile langjähriger Kantor und Organist der Dreikönigs-Gemeinde in Frankfurt - wird unter anderem anspruchsvolle Werke von Bach und Alain musizieren.

Im Laufe des Jahres wird die Martini-Orgel immer wieder mit renommierten Organisten zu hören sein: So am 22. April mit Hartmut Haupt aus Jena, am 13. Mai mit dem Leipziger Thomas-Organisten Stefan Kießling, am 4. September mit Dresdener Frauenkirchen-Kantor Matthias Grünert und am 23. September mit demMarien-Organisten Johannes Unger aus Lübeck. Den Schlusspunkt wird am 26. Dezember Ulrich Stötzel mit einem weihnachtlichen Orgelkonzert bei Kerzenschein setzen.

Im nächsten großen Chor-Orchesterkonzert am 26. Februar, welches um 18 Uhr in der Haardter Kirche stattfindet, wird der bewegende Passionsteil aus Händels "Messias", der im berühmten "Halleluja" gipfelt und Gounods "Cäcilienmesse" präsentiert. Letzteres Werk wurde 2010 in einer unvergessenen Gemeinschaftsproduktion der Philharmonie Südwestfalen und des Bachchores Siegen beim dem internationalen Musikfestival in Rom "Musica e Arte Sacra" mit großem Erfolg aufgeführt. Ein weiteres anspruchsvolles Chorprogramm gestaltet das Collegiumvocale am 1. April (Palmsonntag) in der Martinikirche mit Psalmen, geistlichen Konzerten und Motetten von Orlando di Lasso, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz und Johann Kuhnau.

Als Botschafter unterwegs

Italienische, flämische und deutsche Traditionen finden in diesem Konzert eindrucksvoll zusammen. Unter der Überschrift "25 Jahre Collegiumvocale Siegen" wird das Ensemble am 4. November in der Siegener St. Michaelskirche Monteverdis großartige Marienvesper interpretieren.

Ein weiterer Höhepunkt im zweiten Halbjahr wird die Aufführung von Schuberts Es-Dur-Messe am 25. November in der Martinikirche sein.

Auch in diesem Jahr ist der Bach-Chor natürlich wieder als musikalischer Botschafter unserer Region an renommierten Musikstätten unterwegs: Das Ensemble ist wiederum eingeladen, die Thomaner vom 13. bis zum 15. April in der Leipziger Thomaskirche zu vertreten. Des Weiteren wird im Rahmen des Rheingau-Musik-Festivals am 16. August in der altehrwürdigen Kloster-Basilika Eberbach Händels DettingerTeDeum und J.Rutters Magnificat zur Aufführung kommen.

Gäste kommen in die Martinikirche

Auch der große Kreis der Kantatengottesdienst-Freunde wird in dieser Saison nicht enttäuscht werden. So werden am Ostermontag Bachs Kantate BWV 6 "Bleib bei uns, denn es will Abend werden" und am Pfingstsonntag Händels festliches "DettingerTeDeum" musiziert. Nach der Sommerpause kommt eine der frühsten Bach-Kantaten "Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir" zu Gehör und zum Martini-Markt am 28. Oktober die Kantate "Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben" (BWV 109). Den Abschluss der Kantatenreihe bildet die Kantate "Ärgre dich, o Seele, nicht" (BWV 186a) am 16. Dezember.

Nach GioraFeidman kommen am 19. Februar - in Zusammenarbeit mit dem Studio für Neue Musik der Universität Siegen - Nicolas Goluses, Gitarrist an der Eastman School of Music (Rochester, USA) und im Rahmen eines Nachtkonzertes am 3. August das Boreas-Quartett (Flöten-Ensemble) aus Bremen als weitere Gäste in die Martinikirche. Hingewiesen sei noch auf die mittlerweile beachtliche Diskographie des Bach-Chores, die dieses Jahr um zwei hochkarätige CDs erweitert wird.

Genauere Informationen zu allen Konzertterminen können in dem bei Vorländer gedruckten, ansprechenden Programmheft, sowie in der ab Februar erscheinenden neugestalteten Homepage unter www.bachchor.de nachgelesen werden.

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