Roter Teppich ausgerollt: Studentischer Filmpreis Goldener Monaco verliehen

„Wir feiern Filme machen“

Die Preisträger des Abends hatten allen Grund zum Jubeln und feierten im Anschluss ausgelassen. Foto: Lena Jobke

Wieder war der rote Teppich ausgerollt und zahlreiche Gäste hatten sich in die Siegerlandhalle eingefunden, um zu sehen welche studentischen Filme in diesem Jahr den Goldenen Monaco gewinnen sollten.

46 eingereichte Filme, 20 Nominierungen und sechs glückliche Gewinner, so lautete dann das Resümee am vergangenen Samstagabend. Bereits zum 14. Mal wurde am vergangenen Wochenende der Goldenen Monaco verliehen und die Liebe zum Film, zum Filme machen und Filmeschauen gefeiert.

In diesem Jahr überzeugten vor allem Filme mit atmosphärischen Bildern und ein großes handwerkliches Geschick der jungen Filmemacher. In insgesamt sechs Kategorien hatte die neue fachkundige Jury bestehend aus Emmy Gewinner Konstantinos Sampanis, Autor, Regisseur, Kameramann und Cutter Robert Wiezorek und dem Siegener Ulrich Spies, Leiter des Adolf Grimme Preis, ihre Urteile gefällt.

Den ersten Monaco des Abends gewann der Film „Schützenfest“ in der Kategorie „Beste Dokumentation“. Bereits im vergangenen Jahr war Nicolas Hecker für den Trailer zum Film nominiert worden. In diesem Jahr konnte er dann die heißbegehrte Trophäe entgegennehmen. Im Bereich „Beste Fiktion“ überzeugten Viktor Stykov, Christof Ziegelberg, Jana Sieberath, Lukas Neufeld und Benjamin Neufeld mit „Die Muffia“. Witzig und spannend entführte der Film über Muffin-Dealer seine Zuschauer in eine eigens geschaffene filmische Welt. Musisch wurde es dann in der dritten Kategorie. Die Auszeichnung und den Goldenen Monaco für das beste Musikvideo gewann der Film „Matilda“. Maria Popov, Benjamin Axtmann, Felix Köhler und Vincent Franken erzählten mit atmosphärischen und melancholischen Bildern die Geschichte eines Mannes, der etwas vergräbt. Was dieser Mann vergräbt ließen die jungen Filmemacher bewusst offen, sodass der Zuschauer selbst interpretieren konnte.

Zuschauerpreis für „Indiana Jones“

Begeistert war die Jury auch von den Formaten die für die Kategorie „Bestes Magazin“ nominiert waren. Ulrich Spies meinte in seiner Laudation Joko und Klaas oder gar Jan Böhmermann sollen sich warm anziehen. Daher war die Freude vom Team Querstreifen besonders groß, als ihr Film „Macht“ nicht nur mit dem Monaco, sondern auch mit diesem Kompliment ausgezeichnet wurde. Mit großem Jubel und Konfettiregen stürmten dann die jungen Filmemacher auf die Bühne. In der fünften Kategorie „Bester Kunstfilm“ berührte dann Daniel Wiegärtner mit seinem Film „Istanbul“ nicht nur die Jury sondern auch das Publikum. Wiegärtner verstand es das Gefühl der Stadt besonders atmosphärisch und mit einzigartigen Blickwinkeln einzufangen und überzeugte gleichzeitig auch im handwerklichen Bereich mit tollen Schnitten und einer ausgefallenen Bildbearbeitung.

Der Ehrenpreis des Netzwerks Medienwissenschaft ging in diesem Jahr an Markus Stiglegger, der bis 2014 den Bereich Filmanalyse an der Universität gelehrt hatte. Der Vorsitzende des Netzwerk Medienwissenschaft Christian Neuhaus und Student Sebastian Kobs waren sich einig, dass Stiglegger die Filmanalyse nicht nur gelehrt sondern gestärkt und gefestigt hatte. Unter großem Jubel des Publikums nahm der ehemalige Dozent den Preis entgegen und gestand, obwohl er Übung habe vor großem Publikum zu sprechen doch aufgeregt zu sein. In der letzten Kategorie „Zuschauerpreis“ war das Publikum gefragt. Seit Bekanntgabe der Nominierungen am Nominiertenabend am 28. April konnte man seine Stimme für den persönlichen Favoriten online abgeben. Insgesamt sechs Filme standen zur Auswahl. Am Ende des Abends setzte sich dann eine neue und vor allem humorvolle Interpretation von „Indiana Jones“ durch. Das Team von „Haardt am Limit“ stürmte unter großem Jubel die Bühne. Auch in diesem Jahr hatte sich das Organisationsteam des Goldenen Monacos einiges einfallen lassen, um eine tolle Gala auf die Beine zu stellen. So ergänzten Denis, bekannt vom Supertalent auf RTL mit einer tollen Klavierversion von John Legend „All of me“ und Anika Lindner mit Band und dem Song „Lips are movin“ von Meghan Trynor den Abend musikalisch. Für viele Lacher im Publikum sorgte Comedienne Lena Liebkind mit ihren Beschreibungen von einem Tag im Fitnessstudio oder beim Kleiderkauf. Bevor die Moderatoren Toby Nowak und Niklas Kreikebaum, die charmant und humorvoll durch den Abend geführt hatten, ihr Publikum zur Aftershow Party schickten, durfte natürlich nicht das obligatorische Oscar-Selfie fehlen. Im Leonard Gläser Saal der Siegerlandhalle wurde dann ausgelassen gefeiert. (Von Lena Jobke redaktion-si@siegerlandkurier.de)

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