Aus Langeweile in Weidenauer Kindergärten eingebrochen

Zehn Straftaten in einer Nacht: Vier Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren sind tatverdächtig 

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Siegen. In einer sehr erfolgreichen Kooperation zweier Siegener Kriminalkommissariate konnte jetzt eine ganze Serie von Straftaten innerhalb von nur wenigen Tagen erfolgreich aufgeklärt werden.

Tatverdächtig sind vier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. Drei von ihnen kommen aus Siegen, einer aus dem Kreis Olpe. Den Jugendlichen werden insgesamt rund zehn Straftaten zur Last gelegt. Alle Taten ereigneten sich in nur einer einzigen Nacht, nämlich der von Freitag auf Samstag, 6. Oktober.

Das Spektrum der dem Quartett zur Last gelegten Straftaten reicht dabei von einem Raub am Weidenauer Bahnhof zum Nachteil einer 74-jährigen Seniorin über gleich mehrere Sachbeschädigungen in einem Parkhaus in Geisweid bis hin zu den Einbrüchen in die Kindergärten in Weidenau (Talstraße und Holunderweg). Außerdem sollen die Jungs in einen Grillimbiss im Einkaufszentrum Weidenau eingedrungen sein. 

Am heutigen Donnerstag (11. Oktober) wurden drei der vier Beschuldigten bei der Kriminalpolizei vernommen. Dabei zeigten sich die Jugendlichen, die teils bereits einschlägig in Erscheinung getreten sind, überwiegend geständig. Die Tatmotivation für die Vielzahl der von den Jugendlichen in einer einzigen Nacht begangenen Straftaten dürfte aus Sicht der Ermittler im Bereich der Frustration bzw. Langeweile zu suchen sein.

Auf die Spur war die Polizei dem jugendlichen Quartett durch die Aufmerksamkeit von zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizeiwache Siegen gekommen. Als eine der beiden Streifenwagenbesatzungen nämlich noch in der Tatnacht damit beschäftigt war, die Sachbeschädigungen an den Kfz in der Geisweider Tiefgarage aufzunehmen, fielen der anderen Streifenwagenbesatzung im Rahmen ihrer Fahndungsmaßnahmen vier mögliche verdächtige Jugendliche auf. Ein daraufhin unter Einbeziehung einer Beamtin des Erkennungsdienstes sofort durchgeführter Abgleich sichergestellten kriminaltechnischen Spurenmaterials führte dann zu der Erkenntnis, dass es sich bei den vier kontrollierten Jugendlichen um die gesuchten Tatverdächtigen handelte. Die weiteren Ermittlungen in der Sache dauern noch an.

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