235 Bewohnerinnen und Bewohner verlegt

Mängel beim Sicherheitsdienst: Zentrale Unterbringungseinrichtung Bad Berleburg wird geräumt

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Bad Berleburg. Die Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen in Bad Berleburg wurde am Freitag (8. März), vorübergehend geschlossen. Hintergrund sind begründete Zweifel an der Auftragserfüllung des Sicherheitsdienstleisters. Das schreibt die Bezirksregierung Arnsberg in einer Pressemitteilung. 

Nach festgestellten Mängeln hatte die Bezirksregierung das seit Februar letzten Jahres in der Bad Berleburger Einrichtung tätige Unternehmen mehrfach, verbunden mit Fristsetzungen, zur Beseitigung der Fehler aufgefordert. Da die Mängel jedoch nicht behoben wurden, sah sich die Bezirksregierung im Interesse der Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner gezwungen, die Einrichtung zu räumen. 

Auf Nachfrage des Kurier erklärte Pressesprecher Christoph Söbbeler, besagte Mängel seien „organisatorischer Natur“, bezogen etwa auf nicht erfolgte Brandschutzübungen, jedoch auch auf die Qualifikation der Mitarbeiter. Vertragliche festgesetzte Leistungen habe das Unternehmen nicht erbracht, „im Extremfall könnte Leib und Leben der Bewohner betroffen sein“, so Söbbeler. 

Daher wurden die aktuell 235 Bewohnerinnen und Bewohner mit Bustransfers in andere Einrichtungen des Landes verlegt, wo sie zunächst untergebracht werden können. Das sei „entspannt“ möglich, so der Arnsberger Pressesprecher, denn es gäbe derzeit nirgends Engpässe. Wann die Einrichtung wieder belegt werden kann, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest. Seitens Arnsberg möchte man mit dem jetzigen Sicherheitsunternehmen in Kontakt bleiben. Für den Fall, dass besagte Mängel nicht abgestellt werden, „werden wir weitere Konsequenzen ziehen“, so Söbbeler - und zwar in Form einer Neuausschreibung. 

Das  frühere Klinikgebäude „Am Spielacker“ diente zunächst als Notunterkunft, wurde dann in eine ZUE umgewandelt. Seit 2013 werden hier Flüchtlinge untergebracht.

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