Geringe Zugangszahlen, niedrige Auslastung 

Zentrale Unterbringungseinrichtung in Bad Berleburg schließt Ende August endgültig die Pforten 

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Bad Berleburg. Wie die Bezirksregierung mitteilt, gehen in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Asylbewerber in Bad Berleburg Ende August endgültig die Lichter aus.  

Diese Entscheidung habe die Bezirksregierung Arnsberg in Abstimmung mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen getroffen, heißt es. Die Einrichtung wird bis zur endgültigen Aufgabe voraussichtlich nicht wieder belegt. Weil die Arbeit des Sicherheitsdienstes nicht den (vertraglichen) Anforderungen entsprach, war die ZUE Anfang März vorübergehend geschlossen, die verbliebenen Bewohner verlegt worden. 

Da die Verträge mit dem Vermieter bzw. dem Betreuungsdienstleister sowie dem eingesetzten Sicherheitsdienst im August dieses Jahres regulär auslaufen, musste vor dem Hintergrund bestehender Fristen bereits jetzt eine Entscheidung getroffen werden. 

Die Entscheidung werde durch die derzeit geringen Zugangszahlen und die niedrige Auslastung der Landeseinrichtungen gestützt. Nicht zuletzt haben aber auch Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkte - Kosten des laufenden Betriebs, gegebenenfalls zukünftig erforderliche Investitionen - eine entscheidende Rolle gespielt.

Die ehemalige Klinik war im Herbst 2013 zunächst als Notunterkunft für die Unterbringung von Asylbewerbern wieder aktiviert worden. In Zusammenarbeit mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein wurde sie zeitweise zunächst als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt und später in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung umgewandelt. 

Thomas Sommer, verantwortlicher Abteilungsleiter, in dem Schreiben an die Presse: „Für die Bezirksregierung Arnsberg war die Einrichtung in Bad Berleburg ein wichtiger Baustein, um die große Zahl ankommender Asylbewerber in den zurückliegenden Jahren unterbringen zu können. Dies wäre ohne die beispielhafte humanitäre Unterstützung der Stadt Bad Berleburg, des Kreises Siegen Wittgenstein und zahlloser Ehrenamtlicher sowie der engagierten Arbeit der in der Einrichtung tätigen Mitarbeitenden nicht möglich gewesen.“

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