Sechs-Tore-Gala in der U19

Darum macht sich BVB-Nachwuchsboss Ricken keine Sorgen um Moukoko

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Youssoufa Moukoko würde gerne wieder für die deutsche Nationalmannschaft stürmen.

Youssoufa Moukoko ballert in der BVB-U19 alles kurz und klein – obwohlerst 14 Jahre alt. Jetzt will er zurück in die Nationalmannschaft. Das könnte Ärger geben.

  • Youssoufa Moukoko sorgt nicht nur wegen seins Alters für Aufsehen
  • Moukoko (14) spielt bereits in der U19 des BVB – und schießt Tor um Tor
  • Borussia Dortmund will Youssoufa Moukoko allerdings noch nicht im DFB-Team sehen.

Update vom 19. August, 14.11 Uhr: Lars Ricken, Chef der Nachwuchsabteilung von Borussia Dortmund, sorgt sich nicht um das 14 Jahre Ausnahmetalent Youssoufa Moukoko, der jetzt schon in der U19 des BVB spielt. "Es ist einfach so, es ist der Lauf der Dinge und die Entwicklung des Fußballs und der Medienlandschaft im allgemeinen, dass die Jungs heute viel früher im Rampenlicht stehen", sagte der 43-Jährige im Interview mit dem kicker.

Ricken sieht den Teenager entsprechend auf den Trubel vorbereitet: "Er scheint das ganz gut zu verkraften. Wenn er aufs Feld geht, zeigt er immer extreme Spielfreude, er hat seine Leichtigkeit nicht verloren und ist auch außerhalb des Platzes immer für einen Spruch gut."

Außerdem sei Moukoko ja nicht der Einzige. Ricken: "Mit Giovanni Reyna, der auch erst 16 ist, lief schon ein Werbespot am Times Square in New York. Im Vergleich zu mir ist die Aufmerksamkeit überproportional gestiegen. Das ist der Zeitgeist, da hilft kein Wehklagen oder Jammern."

Update vom 14. August, 9.54 Uhr: Borussia Dortmund bremst sein Stürmer-Talent Youssoufa Moukoko zurzeit noch aus. Der 14 Jahre alte Wunderknabe darf nicht für den DFB in der Nationalmannschaft auflaufen. Wenn es nach ihm geht, soll sich das bald ändern.

"Ich bin bald zurück", postete Moukoko auf Snapchat und zeigte dazu ein Foto von sich im DFB-Trikot sowie drei Deutschland-Flaggen. Zuletzt stand er am 5. Oktober 2017 beim 4:2-Sieg der U16 gegen Belgien auf dem Platz, soll sich seit dem nur auf die Schule und Borussia Dortmund konzentrieren.

Offenbar respektiert man seinen Wunsch nach einer Rückkehr in die Nationalmannschaft aber. Darf Moukoko also bald neben seinem Engagement beim BVB auch wieder für den DFB auf Torejagd gehen? "Wenn Youssoufa den Wunsch geäußert hat, langfristig betrachtet für Deutschland zu spielen, begrüße ich das natürlich", wird BVB-Sportdirektor Michael Zorc in der Bild zitiert.

Demnach würde sich auch Meikel Schönweit, der DFB-Cheftrainer aller U-Nationalmanschaften, über ein Comeback von Moukoko freuen. "Ich glaube, dass dieser Schritt für seine Entwicklung ein ganz wichtiger ist", sagte er.

Medial spielt Moukoko also schon eine große Rolle bei Borussia Dortmund. In der neuen BVB-Doku bei Amazon kommt er allerdings noch nicht vor – vielleicht ist es auch besser so, wenn man bedenkt, dass Borussia Dortmund ihn eigentlich vor zu viel Aufmerksamkeit schützen will.

Moukoko schießt U19-Gegner ab – BVB-Talent darf trotzdem nicht für DFB stürmen

Update, 15.51 Uhr: Youssoufa Moukoko hat mit einer krassen Show für Wirbel gesorgt in der U19-Bundesliga. Sechs Tore erzielte das BVB-Talent. Die Treffer gibt's hier im Video:

Update vom 13. August, 10.24  Uhr: Youssoufa Moukoko hat einen  deutschen Pass, der junge BVB-Stürmer lief auch schon für die Nationalmannschaft auf. Dann aber bremste Borussia Dortmund dort sein Engagement und wird es wohl auch weiterhin tun.

Borussia Dortmund will Moukoko durch diese Maßnahme offenbar schützen. Um den 14-Jährigen ist ein riesiger Hype ausgebrochen, der BVB will ihn etwas abschirmen. Das Toptalent soll sich in seinem Alter wohl nur nur auf zwei Dinge konzentrieren: Schule und Verein.

Moukoko soll zur Nationalmannschaft: BVB weigert sich

Ex-BVB-Verteidiger Christian Wörns, mittlerweile Trainer der deutschen U18, hätte Moukoko dabei aber wohl gerne bei sich im DFB-Team. Borussia Dortmund sperrt sich aber.

BVB will Moukoko schützen – Skibbe sagt Wörns ab

"Perspektivisch bin ich da bei Christian Wörns, aber derzeit macht es keinen Sinn. Youssoufa spielt als jüngerer B-Jugend-Jahrgang bereits in der U19, wird zudem durch die Youth League internationale Einsätze auf höchstem Niveau bekommen. Uns ist es wichtig, dass er sich zunächst einmal auf die Schule und den Verein konzentriert – und der ohnehin schon riesige Hype um ihn nicht noch größer wird", zitiert die Bild BVB-Jugendtrainer Michael Skibbe.

Moukoko steht beim BVB bis 2022 unter Vertrag. Gut möglich, also dass er mindestens so lange auf einen weiteren Einsatz im DFB-Trikot warten muss. Vielleicht aber auch nicht gerade verkehrt von Borussia Dortmund, seinen Stürmer dadurch doch noch etwas mehr abzuschirmen. Man hält große Stücke auf ihn, will Moukoko nicht "verbrennen". Skibbe: "Für sein Alter ist er ein nahezu kompletter Spieler." Moukoko kann sich also auf eine große Zukunft gefasst machen – und wird wohl früh genug die Chance bekommen, sich in der deutschen Nationalmannschaft zu beweisen.

Währenddessen wartet bei den BVB-Profis Roman Bürki auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz der Saison 2019/20. Die Chancen dafür haben zuletzt aber gebessert.

Moukoko und der große Druck: Auch andere BVB-Spieler leideten darunter

Für ähnliches Aufsehen sorgte in so frühen Jahren etwa auch Mario Götze. Sein Siegtreffer bei der WM 2014 und der anschließende Druck war aber seiner Karriere nicht gerade zuträglich. Erst spät fing er sich wieder. 

Sechserpack! Moukoko trumpft bei U19-Debüt auf

Wuppertal - Was für ein Traumstart für Youssoufa Moukoko: Das erst 14 Jahre alte Fußball-Supertalent von Borussia Dortmund hat bei seinem Debüt in der U19-Bundesliga mit einem Sechserpack einen mehr als gelungenen Einstand gefeiert. Der Dortmunder Wunderknabe ist einfach nicht zu bremsen.

Zum Saisonauftakt der höchsten deutschen Nachwuchsspielklasse hatte Moukoko damit erheblichen Anteil am 9:2 (5:1)-Auswärtssieg des BVB beim Aufsteiger Wuppertaler SV.

Nach der Führung durch Giovanni Reyna (1.), 16 Jahre alter Sohn des früheren Bundesliga-Profis Claudio Reyna, erzielte Mittelstürmer Moukoko vor dem Pausenpfiff vier BVB-Treffer (3./23./27./40.) in Folge. Nach dem Seitenwechsel legte der gebürtige Kameruner die Tore zum 7:1 (58.) und zum 9:2 (90.) nach.

Youssoufa Moukoko und Kontroverse um sein Alter

Das Kuriose dabei: Eigentlich dürfte Moukoko noch zwei Jahre in der U17 spielen, wo er bereits in den vergangenen zwei Saisons auf sich aufmerksam machte.

Immer wieder wird darüber spekuliert, ob Moukoko tatsächlich erst 14 Jahre alt ist. Nach dem verlorenen B-Jugend-Finale der Vorsaison hatte er seinen Unmut darüber via Instagram Luft verschafft und unter anderem geschrieben: "ich kann nichts dafür, dass es gut läuft und dass ich das Geschenk von Allah bekommen habe, ich werde mich dafür nicht schämen, dass ich im Fußball gut bin."

sid/mg/maho

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Quelle: wa.de

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