Abwehrspieler von Werder Bremen: „Licht am Ende des Tunnels“

Augustinsson erklärt seine Verletzung und seinen Comeback-Plan

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Erst stellte sich der Abwehrsspieler von Werder Bremen, Ludwig Augustinsson, am Dienstag in einer Medienrunde den Fragen der Journalisten, im Anschluss ging es für eine individuelle Einheit auf den Trainingsplatz.

Bremen – Zehn Wochen ist es her, dass Ludwig Augustinsson am rechten Knie operiert werden musste. Zehn Wochen, in denen der Linksverteidiger dem SV Werder Bremen bitter fehlte.

Doch Augustinsson sagt, dass er mittlerweile „Licht am Ende des Tunnels“ sieht: „Es wird nicht mehr so lange dauern, bis ich wieder spielen kann.“ Eine genauere zeitliche Eingrenzung sei zwar schwierig, aber es gibt auch keinen Grund, den ursprünglichen Comeback-Plan neu zu überdenken: „Wir haben damals gesagt, dass es das Ziel ist, dass ich noch vor Weihnachten ein paar Spiele für Werder Bremen mache. Dabei bleibt es auch.“

Bei dem 25-Jährigen war Ende August eine OP nötig geworden, weil das rechte Knie unter Belastung anschwoll. Erstmals hatte Augustinsson die Beschwerden nach dem Länderspiel im Juni gegen Spanien bemerkt. Doch dann kam der Urlaub, der Schwede hat sein Programm abgespult. „Es ging gut. Aber auch da habe ich gemerkt: Hundertprozentig war es nicht“, sagt er. Zurück bei Werder verschlimmerte sich die Lage: „So, wie das Knie war, hätte ich vielleicht in Schwedens dritter oder zweiter Liga spielen können, aber nicht in der Bundesliga.“

Werder Bremen: Ärzte standen bei Augustinsson vor einem Rätsel

Zunächst standen die Ärzte jedoch vor einem Rätsel. Alle bildgebenden Verfahren brachten keine eindeutige Diagnose. So verging vom Start der Vorbereitung bis zum Eingriff wertvolle Zeit, in der Augustinsson mehrere Versuche unternahm, wieder zu trainieren. Alle endeten mit Schmerzen. Die Arthroskopie blieb als letzte Möglichkeit, um herauszufinden, was denn los ist in seinem Knie. Und siehe da: Das Problem löste sich. Augustinsson verrät: „Es war ein Stück Knochen, das sich im Knie bewegte. Es wurde entfernt.“

Werder-Sportchef Frank Baumann hatte zunächst vermutet, Augustinssons Symptome könnten mit einer sieben Jahre zurückliegenden Knieverletzung im Zusammenhang stehen. Doch dem widerspricht der Spieler deutlich: „Damit hat das gar nichts zu tun.“

Ludwig Augustinsson: „Ich kann wieder alles machen“

Wie auch immer: Das Wichtigste ist, dass jetzt alles in Ordnung ist. Und das ist es, bestätigt Augustinsson: „Ich kann wieder alles machen, die alten Beschwerden sind total verschwunden.“ Allerdings ist eine Anlaufzeit von drei Monaten nach einer Kniearthroskopie völlig normal. Augustinsson bewegt sich noch in diesem Zeitrahmen und ist bis jetzt absolut zufrieden mit der Entwicklung: „Die Reha läuft gut, mir geht es bestens. Ich kann immer mehr Übungen absolvieren, die mich dem Mannschaftstraining näherbringen. Ich werde vernünftig wieder aufgebaut, hole mir die Kraft zurück, die ich verloren habe.“

Der schwedische Nationalspieler gilt als Musterprofi, was Trainingsfleiß und -disziplin betrifft. Thomas Delaney, sein ehemaliger Mitspieler beim FC Kopenhagen, hatte Augustinsson einst als „24Pro“ – also als 24-Stunden-Profi – in Bremen angekündigt. Man kann sich nun vorstellen, wie sich so ein „24Pro“ durch eine Reha arbeitet: emsig, jeden Tag mit einem drei- bis vierstündigen Programm. Vormittags Kraftraum, nachmittags Übungen auf Platz und mit Ball. „Im Moment“, sagt Augustinsson, „fahren wir das Programm sogar ein bisschen zurück.“ Um nicht zu viel zu machen.

Werder Bremen: Ludwig Augustinsson zählt die Tage bis zu seinem Comeback

Abschnitte seiner Reha hat er in Stockholm absolviert. Weil es auch einfach mal schöner ist, bei der Familie zu sein. Und weil es auch ganz gut tut, nicht jene Erlebnisse zu haben, die Augustinsson in Bremen hat: „Wenn die anderen Spieler rausgehen und du bleibst in der Kabine – das ist frustrierend.“

Ein bisschen muss er das noch aushalten. Und die Werder-Fans müssen es auch. Sie sehen die verschenkten Punkte, die Zahl der Gegentore – und alle nehmen an, dass es mit Augustinsson auf der Linksverteidigerposition besser laufen würde. Augustinsson selbst übt jedoch keine Kritik an dem Team oder an der aktuellen Abwehr mitsamt seines Vertreters Marco Friedl. Was er aber sagt, ist, dass vieles besser werden wird, wenn erstmal wieder eine eingespielte Formation auf dem Platz steht: „Dann werden wir stabiler. Die vielen personellen Wechsel haben es uns nicht leicht gemacht.“

Bis zum Comeback zählt Augustinsson nun die Tage. „Es wird nicht mehr so lange dauern“, verspricht er. Wenn erst die Hürde des Wiedereinstiegs ins Mannschaftstraining genommen sei, „kann es schnell gehen“. (csa)

Zur letzten Meldung vom 21. Oktober 2019

Ludwig Augustinsson bei Werder Bremen ist zurück auf dem Platz

Bremen - Zwei Monate ist es inzwischen her, dass Ludwig Augustinsson (25) am rechten Knie operiert werden musste - am Montag kehrte der Profi des SV Werder Bremen nun auf den Platz zurück. An der Seite von Athletik-Trainer Marcel Abanoz absolvierte der Schwede eine individuelle Einheit.

Abwehrspieler Ludwig Augustinsson ist zurück auf dem Platz und arbeitet weiter an seinem Comeback für den SV Werder Bremen. 

Das ist ohne Frage ein gutes Zeichen und deutet darauf hin, dass die Prognose von Werder-Trainer Florian Kohfeldt weiter Bestand hat. "Ich hoffe, er kann noch ein paar Spiele vor Weihnachten machen", hatte Kohfeldt Ende September nach dem 2:2 des SV  Werder Bremen in Dortmund überLudwig Augustinsson gesagt.

Bei Augustinsson war eine Arthroskopie notwendig geworden, nachdem er sich über einen langen Zeitraum mit Kniebeschwerden herumgeplagt hatte. Das Sommer-Trainingslager von Werder Bremen in Grassau hatte er deswegen sogar abbrechen müssen. Teile seiner Reha hatte der Linksverteidiger kürzlich in Schweden absolviert. Nun ist er zurück in Bremen - und endlich wieder auf dem Platz. (dco)

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zur letzten Meldung vom 30. September 2019:

Augustinsson schöpft in Schweden Kraft für den Reha-Endspurt

Bremen – Jetzt also wieder Schweden. Ludwig Augustinsson ist zur Reha seines Ende August operierten rechten Knies noch einmal in die Heimat geflogen. Dort hatte der Linksverteidiger des SV Werder bereits den Eingriff vornehmen lassen, nun gönnt er sich seit dem vergangenem Donnerstag noch mal Zeit in Schweden, bevor in Bremen der Endspurt der Reha beginnt.

„Ludwig ist auf einem guten Weg. Er hat mit ersten Laufeinheiten begonnen. Ich hoffe, er ist Ende November zurück auf dem Platz und kann noch ein paar Spiele vor Weihnachten machen“, sagt Werder-Trainer Florian Kohfeldt über den Heilungsverlauf.

Werder Bremen: Augustinsson „würde am liebsten jeden Tag trainieren“

Bei Augustinsson war eine Arthroskopie notwendig geworden, nachdem er sich über einen langen Zeitraum mit Kniebeschwerden herumgeplagt hatte. Fünf Wochen sind seit dem Eingriff vergangen, und bei dem 25 Jahre alten schwedischen Nationalspieler juckt‘s jetzt in den Füßen, statt im Knie zu schmerzen. „Er ist sehr ungeduldig, würde am liebsten jeden Tag trainieren“, berichtet Kohfeldt.

Derzeit muss sich „Ludde“ in Schweden bremsen, gleichzeitig aber auch voranbringen. Denn wenn er in zwei Wochen nach Bremen zurückkehrt, beginnt schon der letzte Teil der Reha. Dann geht es – wenn auch sehr langsam – schon Richtung Rückkehr ins Teamtraining. Kohfeldt wartet drauf: „Wenn Ludwig nicht da ist, merkt man, wie wichtig er ist. Er ist taktisch sehr stark, ist gut in Eins-gegen-eins-Situationen und macht viele Läufe nach vorne.“ Zwar würde es Augustinssons Vertreter Marco Friedl „auch gut machen, aber Ludwig hat die Qualität, wieder in die Mannschaft zu kommen.“

Werder Bremen: Augustinsson brauchte nie eine Pause

Natürlich hat er die. In der vergangenen Saison hat Augustinsson nicht ein einziges Spiel verpasst, nie brauchte er eine Pause. Bis zum Start der Saisonvorbereitung, da spielte das rechte Knie dann nicht mehr mit. (csa)

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Nach dem 2:2 gegen den BVB: Florian Kohfeldts Zettel und ein Mega-Lob für den Trainer von Werder Bremen. Nuri Sahin macht eine klare Ansage, denn das Lob, Werder Bremen habe in Dortmund mit einer Rumpftruppe aufgetrumpft, wollte der Spieler so nicht hinnehmen. Wenig überraschend bleibt Florian Kohfeldt, Trainer von Werder Bremen, das Tuschelthema beim BVB – erst recht nach dem 2:2 am Samstagabend. Entwarnung bei Claudio Pizarro: Der Profi von Werder Bremen feiert auf dem Oktoberfest in München. Thomas Schaaf wird bis zum Ende des Jahres bei Werders U23 als Co-Trainer aktiv sein.

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Zurück bei Werder Bremen: Ludwig Augustinsson startet seine Reha

Bremen – Ludwig Augustinsson ist zurück in Bremen. Nach seiner in Schweden vorgenommen Operation am rechten Knie war der Linksverteidiger zunächst in seiner Heimat geblieben.

Doch nun sei die Wundheilung beim 25-jährigen Profi des SV Werder Bremen „nahezu abgeschlossen“, berichtet Werder-Coach Florian Kohfeldt, „er kann jetzt mit dem ersten Teil der Reha beginnen.“ Mit einer Rückkehr auf den Platz ist bei Ludwig Augustinsson allerdings nicht vor Dezember zu rechnen. 

Nach Angaben des SV Werder Bremen wurde bei Ludwig Augustinsson „im Rahmen einer Arthroskopie eine Verletzung behoben, die bei vorherigen bildgebenden Untersuchungen, die von mehreren Ärzten durchgeführt worden waren, nicht zu sehen war“ Die nicht näher erläuterte Verletzung zwinge ihn nun zu einer dreimonatigen Pause. (csa)

Zur letzten Meldung vom 27. August 2019:

Bittere Diagnose: Ludwig Augustinsson fehlt Werder Bremen länger als erwartet!

Jetzt herrscht Gewissheit. Ludwig Augustinsson fehlt dem SV Werder Bremen deutlich länger als bisher angenommen: Der 25-jährige Außenverteidiger fällt verletzt drei Monate aus!

Nach Angaben des SV Werder Bremen wurde bei Ludwig Augustinsson „im Rahmen einer Arthroskopie eine Verletzung behoben, die bei den vorherigen bildgebenden Untersuchungen, die von mehreren Ärzten durchgeführt worden sind, nicht zu sehen war“. Im Ergebnis bedeutet diese nicht näher erläuterte Verletzung einen Ausfall von drei Monaten.

Ludwig Augustinsson wurde bereits am Montag operiert, die Entscheidung für den Eingriff sei am vergangenen Wochenende gefallen, da konservative Behandlungsmethoden keinen Erfolg gezeigt hatten. Werder-Sprecher Christoph Pieper hatte die OP am Montag gegenüber der DeichStube* bestätigt - jetzt die Diagnose mit der bitteren Erkenntnis, dass die Bremer länger als erwartet auf den schwedischen Nationalspieler verzichten müssen. 

Ludwig Augustinsson und auch Ömer Toprak länger verletzt: SV Werder Bremen gehen die Abwehrspieler  aus

Der Ausfall von Ludwig Augustinsson trifft Werder Bremen extrem hart, denn wegen der ebenfalls langfristigen Ausfälle der InnenverteidigerÖmer Toprak, der den Bremern mit einer Muskel-Sehnenverletzung an der Wade für sechs Wochen nicht zur Verfügung steht, Milos Veljkovic (Zeh-OP) und Sebastian Langkamp (Muskelfaserriss mit schleppendem Heilungsverlauf) ist die personelle Lage in der Werder-Verteidigung extrem angespannt. 

„Das ist natürlich bitter für uns“, so Werder-Cheftrainer Florian Kohfeldt, „aber wir werden nicht jammern und klagen, sondern die Situation annehmen und gegen Augsburg eine Mannschaft auf den Platz stellen, die den ersten Saisonsieg holen kann.“

Verletzungspech beim SV Werder Bremen: Was passiert jetzt noch auf dem Transfermarkt?

Schon bei der 2:3-Niederlage in Hoffenheim musste Werder Bremen mit einer Not-Abwehr ran – und dabei wird es auch zunächst bleiben. Es sei denn, Sportchef Frank Baumann findet bis zum Ende der Transferperiode am kommenden Montag noch einen Außenverteidiger, der Werder Bremen sofort weiterhelfen kann. Die Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers hat Baumann indes kategorisch ausgeschlossen. 

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Dass es Maxi Eggestein aktuell nicht ins von Ausfällen und Nachnomnierungen geprägte Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw geschafft hat, erregt bei Werder Bremen zwar nicht die Gemüter, aber nach Sportchef Frank Baumann hat sich auch Coach Kohfeldt klar pro Eggestein positioniert.

„Der Kopf braucht länger als der Körper“ - Sebastian Prödl schreibt in seiner Deichblick-Kolumne über Werder Bremen, die Verletztenmisere und den Wechsel von Martin Harnik. Die Verletzten-Seuche nimmt kein Ende – auch Maxi Eggestein fehlt Werder Bremen gegen Union Berlin verletzt. Leonardo Bittencourt und Christian Groß wohl vor Startelf-Debüt – so sieht die voraussichtliche Aufstellung von Werder Bremen gegen Union Berlin aus.

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