Altenseelbach Open: Marco Lück erspielte fünften Einzel-Titel

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Die Siegerehrung mit Turnierdirektor Thorsten Seiler (li.) und Werner Schönau (hinten 2. v.re.).

Altenseelbach – „Das war diesmal ein wahrer Balanceakt an der Kapazitätsgrenze. Aber wir haben alle unsere Ziel erreicht und haben tolle Spiele und heiße Fights an den acht Turniertagen gesehen.

Alle hatten ihren Spaß“, zog der Turnierdirektor der 12. Altenseelbach Open des TV Altenseelbach, Thorsten Seiler, ein durchweg positives Fazit nach der Siegerehrung am Clubheim. Besonders dankte er den tatkräftigen Helfern des TVA, die an Theke und Grill jeden Wunsch erfüllten, sowie dem TV Eiserfeld, der ohne zu zögern seine Plätze an der Schränke für das beliebte Turnier zur Verfügung gestellt hatte. „Ohne Eiserfeld wäre das nicht gegangen“, berichtete Seiler, der auch sagte, dass „viel Fingerspitzengefühl und Ausdauer“ seitens der Turnierverantwortlichen bedurfte, um das Mammutprogramm zu stemmen. 99 Meldungen, darunter die von 14 Mixed-Paarungen – insgesamt 116 Teilnehmer (2018: 100 Meldungen und 119 Teilnehmer) – verzeichnete Seiler diesmal.

Somit kämpften die Männer und Frauen in sechs Konkurrenzen um Leistungsklassenpunkte. Lediglich im Mixed wurden keine Leistungsklassenpunkte verteilt. Insgesamt lobte der TVA 1500 Euro für die erfolgreichsten Spieler der sieben Klassen aus. Damit rangieren die Altenseelbach Open weiterhin ganz oben im Vergleich mit den drei weiteren „Major“-Leistungsklassen-Turnieren in Littfeld, Eiserfeld und Wilgersdorf. 

Die Sieger in den Konkurrenzen Herren, Damen und Mixed durften sich 250 Euro in die Tasche stecken, die Champions in den Altersklassen erhielten eine Siegprämie von je 100 Euro. Wieder in Galaform zeigte sich Titelverteidiger Timo Dittmann (LK 7, TC Schönbach) in der Herren-Konkurrenz. Der 25-jährige Akteur des hessischen Gruppenligisten benötigte bei angenehmen Temperaturen von etwa 25 Grad lediglich 61 Minuten, um seinen Mannschaftskameraden Pascal Schmitt (LK 7, startete für den TC Wilgersdorf), mit 6:1 und 6:1 zu bezwingen. Schmitt hatte eine Woche zuvor noch die Herren A-Konkurrenz des markenbaumarkt24-Cups des TC Wilgersdorf gewonnen. In Altenseelbach war aber schnell klar, wer den Ton angibt, zu souverän agierte der Dittmann vor den Augen seiner Familie und Freunde gegen den Topgesetzten, der keine Mittel parat hatte gegen seinen offensivfreudigeren Gegenüber. Dramatischer als beim Herren-Endspiel ging es wenige Stunden zuvor beim finalen Duell der Damen B zu. Die an Position eins gesetzte Judith Galinski (LK 13, TuS Ferndorf) verlor zunächst den ersten Satz gegen die deutlich jüngere Celine Strauch (LK 14, TC Rosenheim), kämpfte sich dann aber dann mit einem 6:1 zurück ins Match, das mit 10:7 im Match-Tiebreak zugunsten der auf Rang zwei gesetzten Akteurin vom Westerwald endete. Ebenfalls das Nachsehen im Match-Tiebreak hatte im letzten Spiel des großen Finaltags Johannes Galinski, der Bruder von Judith Galinski, bei den Herren 30. Er zog gegen den Vorjahressieger und Topfavoriten Rouven Bald (LK 8, TC Iserlohn) nach spannendem Verlauf mit 6:3, 4:6 und 9:11 den Kürzeren an diesem kurzweiligen Tennistag, an dem um die 150 fachkundige Tennisfans an die ruhig gelegene Dreiplatz-Ascheanlage gekommen waren. In den weiteren Einzel-Altersklassen der Herren 40, 50 und 60 behaupteten sich die heimischen Favoriten. Während Frank Rübsamen (LK 8, TuS Ferndorf) bei den Herren 40 und Rainer Sommer (LK 9, TV Eiserfeld) bei den Herren 60 erstmals einen Titel in Altenseelbach abstaubten, war es für Marco Lück (LK 7, TC Wilgersdorf), der die Herren 50-Konkurrenz nach Belieben dominierte, schon der fünfte Einzel-Turniersieg bei den Altenseelbach Open. Somit zog er in dieser Wertung mit Rekordchampion Frank Löcherbach (LK 7, TV Eiserfeld) gleich, hat aber im Gegensatz zu dem Eiserfelder schon einen Mixed-Titel gewonnen. Im Mixed krönte er sich anschließend an der Seite seiner Tochter Chiara Lück (LK 9, TC Blau-Weiß Siegburg) zum „Mann des Turniers“, weil sie der an Nummer eins gesetzten Paarung Jörg Hochdörffer (LK 7, TC RW Bad Laasphe)/Sabine Gerke-Hochdörffer (LK 4, Kölner HTC Blau-Weiß) mit 6:4, 6:3 das Nachsehen gab. Immerhin stand Gerke-Hochdörffer im Jahre 1991 schon einmal auf Position 187 der WTA-Einzel-Weltrangliste. Nach der Siegerehrung feierten Spieler und Fans zusammen bei der Players-Party im Clubheim bis spät in die Nacht hinein, schwangen das Tanzbein und erzählten sich selbstverständlich die oder andere lustige Geschichte rund um das Turniergeschehen. Der Neuauflage im Sommer 2020 steht somit nichts im Wege. Ergebnisse Alle Ergebnisse sind unterwww.tv-altenseelbach.de zu finden.

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