Bezirkssportgericht gibt Einspruch statt

Nach Schiri-Fehler: Bezirksliga-Spiel muss wiederholt werden

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Das Bezirkssportgericht gab dem Einspruch des VfR Rüblinghausen statt.

Rüblinghausen. Das Bezirksliga-Spiel zwischen dem VfR Rüblinghausen und dem SuS Niederschelden (2:3) muss wiederholt werden. Zu diesem Entschluss kam das Bezirkssportgericht am Mittwochabend nach mündlicher Verhandlung in der „Bürgerstube“ in Olpe. Doch was war passiert?

Grund dafür war, dass der bereits gelb-verwarnte Akteur des SuS Niederschelden Luca Zips in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt und sein Trikot beim anschließenden Jubel ausgezogen hatte. „Infolge dessen habe ich in einem zügigen Ablauf Gelb-Rot gezeigt“, so Schiedsrichter Matthias Grombel. Die fünf Zeugen, sowohl vom SuS Niederschelden als auch vom VfR Rüblinghausen, gaben jedoch übereinstimmend an, dass der Referee dem bereits verwarnten Akteur lediglich eine zweite gelbe Karte zeigte, nicht aber die darauf folgende rote Karte zückte, weshalb der Spieler den Platz nicht verließ. 

Somit ging die Partie mit zehn gegen elf (der Kapitän von Rüblinghausen, Johannes Burghaus, hatte bereits Gelb-Rot gesehen) zu Ende. Die Kammer befand, dass es unerheblich gewesen sei, ob der Schiedsrichter dem Spieler lediglich zweimal Gelb oder einmal Gelb-Rot gezeigt habe. Der Schiedsrichter hätte hingegen so lange nicht wieder anpfeifen dürfen, bis der Spieler den Platz verlassen habe, denn Platzverweise, Elfmeterentscheidungen und Ähnliches seien Entscheidungen, die den Spielverlauf verändern könnten. „Beim Rückstand von einem Tor ist im Fußball auch in einer Minute noch einiges möglich, was beispielsweise Bayern im Jahr 1999 gegen Manchester spüren musste“, erklärte der Vorsitzende Friedhelm Nagel. 

Nach der Urteilsverkündung dankte Nagel für die Offenheit und Ehrlichkeit der Zeugen. Er habe selten erlebt, dass die Darstellungen beider Vereine so übereinstimmend waren. 

Wann das Spiel wiederholt wird, ist aktuell noch nicht klar.

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