Hochkarätiger C-Jugend-Budenzauber findet am 30. und 31. Januar in der neuen Giersberghalle statt

Silberjubiläum steht vor der Tür: Turnier "Zoff dem Stoff" feiert 25-Jähriges

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Andreas Müller (Landrat und Schirmherr), Martin Büdenbender (AOK-Pressesprecher), Peter Ginsberg (Polizeihauptkommissar a. D.), Maik Otto (Jugendleiter FC Eiserfeld), Volker vom Hagen (Kriminalhauptkommissar und zuständig für Prävention), Heiko Buckard (Jugendkoordinator FC Eiserfeld), Dirk Schneider (AOK-Regionaldirektor) und Wilfried Bergmann (Polizeidirektor; von links) rührten schon mal fleißig die Werbetrommel für die Jubiläumsausgabe des "Zoff dem Stoff"-Turniers.

Siegen. C-Junioren-Fußball auf höchstem Niveau – das heißt, dass wieder das "Zoff dem Stoff"-Turnier vor der Türe steht. Und das bereits zum 25. Mal. Auch in diesem Jahr haben die AOK, die Polizei und der FC Eiserfeld in ihrer Jubiläumsausgabe am letzten Januarwochenende wieder zwei abwechslungsreiche Turniertage vorbereitet.

Um dem Turnier den verdienten Rahmen zu geben, lud Landrat und Schirmherr Andreas Müller bereits mehr als eine Woche vorher ins Kreishaus ein, um den Organisatoren die Gelegenheit zu geben, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken, aber auch umfassend über die Jubiläumsausgabe zu informieren.

Während am Samstag (ab 9.30 Uhr) zunächst 20 überwiegend heimische Mannschaften um die acht Startplätze für das Finalturnier am Sonntag (ab 8.30 Uhr) kämpfen, sind zwölf Teams für Tag zwei bereits gesetzt. Und das sind durchweg klangvolle Namen. Neben Titelverteidiger Borussia Dortmund haben unter anderem auch Bayer Leverkusen, der Hamburger SV und der VfL Bochum ihr Kommen zugesagt. Solch ein attraktives Feld gab in den Anfängen des Turniers nicht. Bis 2001 gingen nur heimische Mannschaften an den Start, ehe 2001 der Gedanke bei den Verantwortlichen reifte, auch einmal Bundesliga-Nachwuchsmannschaften einzuladen. "Seit sie dabei sind, geht es auch bei den heimischen Teams gesitteter zu, weil sie sich die Bundesliga-Mannschaften, bei denen Disziplin an der Tagesordnung ist, zum Vorbild nehmen", weiß Volker vom Hagen, Kriminalhauptkommissar und zuständig für Prävention, zu berichten. Aber auch das Interesse am Turnier ist dadurch enorm gestiegen. "Jeder möchte natürlich gegen die 'Großen' spielen. Daher haben wir den Modus vor einigen Jahren umgestellt und vor dem Haupt- ein Qualifikationsturnier angesetzt", so Eiserfelds Jugendleiter Maik Otto, der zudem bedauerte, dass die Verantwortlichen wegen der großen Resonanz 15 Mannschaften absagen mussten. Wie groß der organisatorische Aufwand für dieses Turnier ist, verriet Heiko Buckard, Jugendkoordinator des FC Eiserfeld: "Unsere Planungen beginnen bereits im Mai." Doch diese Akribie zahlt sich aus. "Viele Bundesligisten halten sich diesen Termin jedes Jahr frei", ergänzt Otto nicht ohne Stolz. Dass sich das Kommen zu der ältesten Präventionsveranstaltung in Nordrhein-Westfalen auch für die Zuschauer lohnt, zeigt, dass auch einige Stars von heute schon in der Giersberghalle kickten. So schnürten beispielsweise der Dortmunder Marco Reus, Hamburgs Pierre-Michel Lasogga, der Schalker Joel Matip und Jonathan Tah von Bayer Leverkusen ihre Hallenschuhe im Siegerland. Aber auch abseits des Hallenparketts gelingt es den Veranstaltern jedes Jahr aufs Neue, Prominente zu gewinnen, die das Anti-Drogenturnier unterstützen und den Grundgedanken zu den Aktiven transportieren. So gaben sich in den vergangenen 24 Jahren beispielsweise der Schalker Torjäger Klaus Fischer, Fußball-Bundestrainerin Silvia Neid, Dortmunds Kult-Stadionsprecher Norbert Dickel und Handball-Nationaltorhüter Carsten Lichtlein die Klinke in die Hand. Für die Jubiläumsausgabe hat der Weltmeister von 1990, Olaf Thon, sein Kommen angekündigt. Ein attraktives Rahmenprogramm rundet die zwei Turniertage ab. Samstags wird eine Rhönradpräsentation stattfinden, die Coronett Dancers zeigen ihr Können. Außerdem sind Nikolai Weber (Torwart) und Maxi Holst (aktuell Platz 3. der Handball-Bundesliga Torschützenliste) von der HSG Wetzlar zu Gast und geben auch gerne Autogramme. Am Sonntag ist wieder der bekannte Ballkünstler Julian Hollands vor Ort, zeigt sein Geschick und übt mit den Kids. Die Landesturnriege der Polizei wird mit ihrer Vorführung das Publikum begeistern und bei einem speziellen Torwandschießen ist Präzision gefragt. Auch der obligatorische Trainerstammtisch wird wieder stattfinden. Dort wird schwerpunktmäßig über Gefahren und Mobbing in sozialen Netzwerken gesprochen. Das Blaue Kreuz informiert über seine Arbeit und bietet in Kooperation mit der Gesamtschule Eiserfeld an beiden tagen leckere alkoholfreie Drinks an. Und übrigens: So ganz nebenbei hat das Turnier bislang mehr als 35.000 Euro eingespielt, die für Projekte in Schulen und Jugendgruppen flossen. "Als wir 1990 anfingen, hätte niemand gedacht, dass es sich über 25 Jahre fortsetzt. Aber man muss wirklich sagen: es lohnt sich jedes Jahr aufs Neue", bringt es AOK-Pressesprecher Martin Büdenbender, der neben Kriminalhauptkommissar Peter Ginsberg einer der Gründerväter ist, auf den Punkt.

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