Fußball-Bezirksligist VfL Klafeld-Geisweid stellt neuen Trainer vor

Kommt jetzt die Wende?

Die „Zugpferde“ Uwe Helmes, Klaus Schmidt und Gerald Kühn (von links) wollen den VfL aus dem Bezirksliga-Keller wieder nach oben führen. Foto: Horst Bach

Klaus Schmidt ist neuer Trainer beim Fußball-Bezirksligisten VfL 08 Klafeld-Geisweid.

Der 63-Jährige hat bereits am Sonntag als Nachfolger des bisherigen Chefcoaches Carsten Brodbek im Hofbachstadion die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen.

Auch der bisherige Co-Trainer Timo Köhler ist ausgeschieden. Er wird ab sofort durch Reservecoach Mirko Böttcher ersetzt, der als Trainer der D1-Jugend auch weiterhin im Juniorenbereich des VfL tätig ist. „Der Trainerwechsel erfolgte einvernehmlich mit Carsten Brodbek und unserem Förderkreis“, betonte VfL-Vorstandsvorsitzender Gerald Kühn am Sonntagmorgen bei einer Pressekonferenz im VfL-Sportheim. „Mit den in der Hinserie erreichten 16 Punkten können und wollen wir nicht zufrieden sein“, bilanzierte Klafelds Sportdirektor Uwe Helmes und ergänzte recht kritisch: „Die Jungs haben nur 50 bis 60 Prozent ihres Könnens abgerufen.“

Beklagt wurde vor allem die bisher so schlechte Trainingsbeteiligung des Bezirksligateams. So stand Carsten Brodbek oft mit nicht viel mehr als einem halben Dutzend trainingswilliger oder -fähiger Spieler auf dem Übungsplatz. Zahlreiche Verletzungen erschwerten neben verschiedenen Schichtdiensten einzelner Spieler die Situation erheblich. Nun muss allerdings auch angefügt werden, dass die Brodbek-Truppe „auf‘m Platz“ in der Realität vier Punkte mehr geholt hatte, also 20 Zähler. Vier davon mussten bekanntlich wegen eines von Brodbek nicht zu verantwortenden“ Fehlpasses“ von Tobias Hirth aberkannt werden. Als ehemaliger Vertragsamateur wurde er zu Saisonbeginn bei der Passstelle in Duisburg vom VfL nicht ordnungs- und statutengemäß „reamateurisiert“. Außerdem erfolgte aus dem gleichen Grund das Aus im Kreispokal, bei dem man bereits das „Knaller-Halbfinale“ gegen den Landesligisten und ehemaligen Liga-Rivalen SuS Niederschelden erreicht und vorbereitet hatte.

Klaus Schmidt will jetzt dafür sorgen, dass „alle Spieler wieder ihr volles Leistungspotenzial abrufen“. Respekt und Disziplin im Umgang miteinander sollen ab sofort wieder Priorität haben, so der neue Coach, der vor vier Jahren bereits die A-Junioren des VfL trainiert hatte und vor Jahresfrist noch als Junioren-Koordinator bei den Siegener Sportfreunden in der Verantwortung stand.

Schmidt kann auf zwanzigjährige Trainererfahrung zurückblicken. Der gebürtige Gosenbacher betreute in dieser Funktion unter anderem den Oberligisten Eintracht Haiger sowie die Landesligisten SuS Niederschelden und SV Hillmicke. Auch als Spieler war Klaus Schmidt recht erfolgreich. In der Saison 1971/72 stieg er mit den Siegener Sportfreunden in die Regionalliga West auf. Mit Rot-Weiß Lüdenscheid schaffte er in der Spielzeit 1976/77 den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord. Mit Dominik Schmidt stellte der VfL zudem den ersten Neuzugang für die Rückrunde vor. Der 20-jährige Trainersohn spielte bereits in der VfL-Jugend und kickte bis zum vergangenen Sommer bei den U23-Junioren der Sportfreunde Siegen in der Fußall-Landesliga. (Von Horst Bach redaktion-si@siegerlandkurier.de)

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