Motto des Schülerlaufs: „Gemeinsam weiterkommen“ - 7000 Kids gehen am 12. Juli an den Start

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Viel Unterstützung aus den Reihen der heimischen Wirtschaft erfährt der Siegerländer Volksbank-Schülerlauf 2018. Die Schüler der Weidenauer Lindenschule werden bei ihrem Heimspiel am 12. Juli wieder gut vorbereitet an den Start gehen.

Weidenau. Den 12. Juli haben sich längst nicht nur die rund 9000 Siegerländer AOK-Firmenläufer in den Terminkalender geschrieben. Nein, auch die Schulen im Kreisgebiet fiebern dem 6. Siegerländer Volksbank-Schülerlauf am Morgen des gleichen Tages entgegen.

Mehr als 7000 Schüler werden in diesem Jahr wieder an den Start am Bismarckplatz gehen. Nachdem der Schülerlauf wegen Straßenbaumaßnahmen (Brückenbau Poststraße) im Vorjahr von :anlauf Siegen lediglich für die Grundschulen angeboten wurde, kann das vielköpfige Organisationsteam um Martin Hoffmann heuer wieder an den großen Schülerlauf von 2016 anknüpfen. Das aktuelle Motto „Gemeinsam weiterkommen“, das in enger Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein erarbeitet wurde, setzt sich erneut mit dem Schwerpunkt Integration auseinander, der bereits 2016 bei „Gemeinsam ankommen“ im Mittelpunkt stand. Ein Beispiel für die gelungene Integration ist dabei der 20-jährige Leichtathlet Muhammadou Aliou Diallo, der ursprünglich aus Guinea stammt, inzwischen im Wilnsdorfer REWE-Markt Dreysse eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann macht und in seiner Freizeit neue Kontakte über das Laufen gewinnt. Gefördert in seinem ganz eigenen Integrationsprozess wird er dabei stark von der Familie Kring. Während Daniel Kring - „Sport hat eine hohe integrative Kraft“ - das Projekt Internationale Förderklassen am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung koordiniert und darüber in Kontakt mit Diallo kam, besorgte Vater Armin Kring, ausgewiesener Leichtathletik-Experte des CLV Siegerland, dem ehrgeizigen Diallo eine Bleibe in Krings Wilnsdorfer Haus, wodurch der Langstreckenläufer es nicht weit zu seiner Ausbildungsstätte hat. „Das Leben ohne Sport ist langweilig“, sagte Diallo am Dienstagmittag bei der Vorstellung des Schülerlaufs in den Räumlichkeiten der Lindenschule.

Deren Leiter Dieter Lammersdorf teilte dabei mit, dass alle 170 Kinder der Schule wieder mitlaufen werden. „Das macht uns rasen Spaß und Freude“, so Lammersdorf.

Dass wieder über 7000 Schüler zusagen, damit konnte Organisator zu Beginn des Jahres nicht unbedingt mit rechnen, da die Veranstaltung auf den Donnerstag zweitletzter Schultag vor den Sommerferien und somit oft der Projektwoche-Abschlusstag der Schulen, verlegt wurde. „Das sah anfangs ein bisschen anders aus. Es war nicht unanstrengend, ich musste einige Anrufe tätigen. Es hat sich aber alles zum Positiven entwickelt“, ist Hoffmann begeistert über den erneut enormen Zuspruch. „Man muss nicht jedes Jahr neue Rekorde ausrufen“, ergänzte Hoffmann.

Auch Siegens Bürgermeister Steffen Mues lobte Hoffmann und sein Team für ihr Engagement. „Ein unglaublicher logistischer Aufwand“ stecke in einer solchen Großveranstaltung. Nach Berlin und Hamburg sei Siegen, so Hoffmann, der drittgrößte Schülerlauf in der Bundesrepublik.

Siegen möchte sich dabei wieder als eine „weltoffene Stadt“ präsentieren, „wo Herkunft oder Hautfarbe keine Rolle spielt“, machte der Hobbyläufer Mues den Medienvertretern und Sponsoren unmissverständlich klar.

Zu den Zahlen, die bisher vorliegen: 2000 Starter aus 16 Grundschulen und etwa 5000 Läufer aus 24 Schulen ab Klasse 5. Von den Grundschulen weist Eiserfeld mit 216 Aktiven den aktuellen Bestwert aus, bei den weiterführenden Schulen rangiert das Weidenauer Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium mit 596 Zusagen deutlich an der Spitze.

Der erste Startschuss fällt am 12. Juli um 10 Uhr. Die Grundschüler müssen 1000 Meter absolvieren, die Läufer aus den weiterführenden Schulen sind 3 km in Weidenau unterwegs. Mit über 2000 kostenlosen Flaschen Wasser unterstützt 57wasser auch diesmal wieder die jungen Sportler. Alle weiteren Infos gibt es online unter www.siegerlaender-schuelerlauf.de

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