Neuer Melderekord

Pascal und Andreas Schmitt holen Titel an der Neuen Hoffnung

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Die Siegerehrung mit Turnierleiter Bastian Haarmeyer, 2.v.l. sowie Maximilian Stelzer (4.v.l., Turnierleitung) und Pascal Schmitt (8.v.r., Turnierleitung).

Wilgersdorf. Eine Woche hochklassigen Tennissport erlebten um die 1000 Zuschauer beim 8. Leistungsklassen-Turnier des TC Wilgersdorf um den markenbaumarkt24-Cup. Mit bemerkenswerten 124 Teilnehmern verzeichnete das 2010 ins Leben gerufene Turnier einen neuen Melderekord.

Der gewaltige Zuwachs (2016: 48) war auf die Hinzunahme der Herren 40-, Damen 40- und Herren 60-Altersklassen zurückzuführen. „Diese Konkurrenzen sind super angekommen und haben die Geselligkeit auf ein anderes Niveau gehoben“, sagte Turnierleiter Bastian Haarmeyer, den Maximilian Stelzer und Pascal Schmitt tatkräftig bei der Organisation unterstützten.

Weil sich für die sechs Konkurrenzen deutlich mehr Spieler gemeldet hatten als erwartet, waren die Wilgersdorfer auf die Hilfe von benachbarten Vereinen angewiesen. Kurzfristig stellten der TC Wieland Wilnsdorf, der TC Blau-Weiß Allendorf und der TC Dynamit Nobel ihre Anlagen für die insgesamt rund 160 Partien zur Verfügung, wofür sich Haarmeyer, der auch 1. Vorsitzender des TCW ist, bedankte. „Wir hatten tolle und faire Teilnehmer und ein hervorragendes Team in der Organisation“, lobte Haarmeyer.

Das letzte Match am von etwa 300 Zuschauern besuchten Finalsamstag endete nervenaufreibend. Lokalmatador Pascal Schmitt (LK 9), der sich den Turniersieg vorgenommen hatte, stand an der Neuen Hoffnung im Herren A-Finale dem topgesetzten Kai Förster (LK 7, TC Brilon) gegenüber und hatte trotz einer sehr sehenswerten Leistung beim Stande von 6:4, 4:6 und 8:9 Matchball gegen sich.

Doch der mühelos ins Finale eingezogene Linkshänder bekam plötzlich das viel zitierte Zitterhändchen und servierte einen Doppelfehler. Jetzt schöpfte der 23-jährige Grundlinienspezialist und Verfechter des Topspinspiels neue Hoffnung und gewann den nächsten Ballwechsel, bei dem der Sauerländer zu lässig agierte und Schmitt dies clever auszunutzen wusste. Wenig später durfte der Wirtschaftsingenieur-Student jubeln und sich nach dem 11:9 von seinen Fans und seiner Familie feiern lassen. „Meine Nervenstärke war heute entscheidend. Ich habe zuletzt viel Selbstbewusstsein durch einige knappe Siege getankt, wie zum Beispiel im Viertelfinale beim 7:6, 7:6 gegen Arne Löcherbach (LK 12, TC Gottfried von Cramm)“, so der an Position drei gesetzte und mit seinem Aufschlag überzeugende neue „König von Wilgersdorf“.

„Es war schwierig, vor so vielen Leuten zu spielen“, sagte der überglückliche Schmitt, der gestärkt durch seinen Triumph vor heimischer Kulisse, jetzt bei den 10. Altenseelbach Open aufschlägt und zumindest ins Halbfinale einziehen möchte.

Ein weiteres Highlight, das allerdings nicht ganz so spannend verlief, aber dennoch sehr spektakulär für die Zuschauer war, fand zuvor im Herren 40-Endspiel zwischen Andreas Schmitt (LK 6, TC Wilgersdorf) – 2012 und 2013 Sieger des Wilgersdorfer Turniers – und seinem langjährigen Freund und Mannschaftskameraden Thorsten „Turbo“ Durow (LK 15, TC Wilgersdorf) statt. Der angriffslustige „Schmitti“ konnte sich hier mit 6:4 und 6:0 behaupten, musste aber sein ganzes Können abrufen. „Es ist irre, was hier abgelaufen ist bei dem Turnier, das war schon sehr emotional. Es ist zugleich komisch als auch schön, gegen den Patenonkel meines Sohnes zu spielen“, so der Pädagoge.

Hart kämpfen für den Turniersieg musste in der Damen-Konkurrenz die an Position vier gesetzte Vanessa Weber (LK 15, TC Gottfried von Cramm), die sowohl im Halbfinale gegen Antonia Oerter (an Position zwei gesetzt, LK 14, TC Wilgersdorf) als auch im Finale beim 6:4, 6:7 und 16:14 gegen Laura Stolz (LK 16, TV Eiserfeld) den verlängerten Matchtiebreak benötigte, um den Ascheplatz als Siegerin zu verlassen.

Weitere Titel holten sich Niklas Zankowski (LK 18, TV Eichen) bei den Herren B, Silvia Hohberger (LK 15, TV Eichen) in der Damen 40-Altersklasse und Topfavorit Rainer Sommer (LK 8, TV Eiserfeld) in der Herren 60-Konkurrenz.

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