„Interessengemeinschaft Gegengerade Siegen“wendet sich an die Politik

Rasenplatz im Leimbachstadion: "Zustand ist nicht hinnehmbar"

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Ein Bild mit Symbolcharakter: Der Rasen des Leimbachstadions ist nicht nur aktuell gesperrt, auch im November mussten bereits Spiele abgesagt werd

Siegen. Mit gerade einmal 14 Saisonspielen und damit zum Teil drei Partien weniger als die Konkurrenz, haben die Sportfreunde Siegen die wenigsten Begegnungen aller Mannschaften in der Fußball-Oberliga absolviert. In den vergangenen Jahren mussten auch in der Regionalliga im Siegerland Spiele abgesagt werden, während bei der Konkurrenz bedenkenlos gespielt werden konnte.

Ein Zustand, der für viele Sportfreunde-Fans nicht hinnehmbar ist. „Wir sehen das Leimbachstadion als einen Teil der städtischen Baukultur und möchten auf einen Zustand hinweisen, damit dieser öffentlich diskutiert wird“, so Uwe Kölsch, einer der Sprecher der „Interessengemeinschaft Gegengerade Siegen“ Die hat ihrem Unmut Luft gemacht und sich mit einem Brief sowohl an Bürgermeister Steffen Mues als an auch die Vorsitzenden des Sport- und Bäderausschusses und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Stadthallen und Liegenschaften gewandt. 

In dem Brief, der dem SiegerlandKurier vorliegt, heißt es, dass der schlechte Zustand des Rasenplatzes für die Sportfreunde zu einem nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsnachteil führe. Die mangelhafte Drainage und der allgemein beklagenswerte Zustand des Grüns zwängen den Verein dazu, den Spielbetrieb oft schon Anfang November einzustellen und erst im März wieder aufzunehmen. Hauptgrund sei nicht das Siegerländer Wetter, sondern die nicht mehr sachgemäße Beschaffenheit des Rasens, der seine Lebensdauer schon lange überschritten habe. „Wir wissen um die angespannte Haushaltslage der Stadt Siegen und wir wissen auch, dass andere Dinge wie eine drohende Schließung des Löhrtorbades auf der Agenda stehen, aber dennoch sehen wir die Stadt als Eigentümerin des Stadions in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen und den Verein mit der Anschaffung eines neuen Rasens zu unterstützen. Die Investitionskosten von etwa 150.000 Euro bewegen sich im Vergleich zu anderen städtebaulichen Maßnahmen in einem durchaus vertretbaren Rahmen“, so Kölsch. 

Der Wettbewerbsnachteil, der dem Verein durch Unterlassung der Stadt Siegen entstehe, sei nicht länger hinnehmbar. Daher fordert die Interessensgemeinschaft die Fraktionen im Rat dazu auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Verlegung eines neuen Rasens einzusetzen. „Wir würden uns freuen, mit den Fraktionen zu einem Informationsaustausch zusammenzukommen“, reicht Kölsch im Namen der Fans der Politik die Hand.

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