Vorsprung herausgearbeitet

Titelverteidigung im Blick: EJOT-Sportler des TV Buschhütten in Tübingen erfolgreich

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EJOT-Sportler des TV Buschhütten siegten auch in Tübingen.

Tübingen/Buschhütten. Die EJOT-Lokomotive rollt nach ihrem neuerlichen Doppel-Mannschaftssieg beim 3. Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga in Tübingen ganz eindeutig auf das von der Teamleitung vorgegebene Missionsziel „Titelverteidigung“ zu. Schon im Vorjahr standen beide Teams des TV Buschhütten ganz oben in der Tageswertung.

Die Herren, die in der Universitätsstadt bei sommerlichem Wetter und Temperaturen von annähernd 30 Grad Celsius in der Besetzung Dorian Coninx (FRA), Jonas Hoffmann, Maximilian Sperl, Jonathan Zipf (alle GER) und Ryan Sissons (NZL) als Jäger auf den punktgleichen Tabellenführer Triathlon Potsdam ins Rennen gegangen waren, belohnten sich nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit Platzziffer 29 mit dem ungefährdeten Tagessieg. Dadurch dass Triathlon Potsdam, die unter anderem auf Top-Athleten wie den Bundesliga-Einzelsieger von 2018, Jorik van Egdom (NED), verzichten mussten, nur den siebten Platz belegte, führt der Deutsche Rekordmeister aus Buschhütten die Tabelle mit 59 Punkten souverän mit sechs Punkten Vorsprung vor den Potsdamern an und kann somit deutlich entspannter die Koffer für den Saisonabschluss in Berlin am 4. August packen. Ein sechster Platz würde am Olympiastadion bereits für die 10. Deutsche Team-Meisterschaft reichen.

Die erfolgreichen Damen freuen sich im Ziel. 

„Ziel des kompletten Teams war es, die beiden Rennen in Tübingen zu gewinnen. Und falls möglich, auch mit einer möglichst niedrigen Platzziffer, um sich bei den Männern vor das bis vor dem Rennen in Tübingen führende Team aus Potsdam zu schieben“, berichtete Sportdirektor Rainer Jung. „Bei den Damen wollten wir mit einem weiteren Sieg die Tabellenführung ausbauen. Beide Ziele wurden eindrucksvoll umgesetzt.“

Bei seiner EJOT-Premiere holte sich der Franzose Dorian Coninx, seineszeichen U23-Weltmeister 2014 auf der olympischen Distanz, direkt den Einzelsieg in einer Zeit von 56:11 Minuten. Nach 750 Meter Schwimmen (3. Platz in 10:05 Minuten) im mit 21,4 Grad warmen Neckar, 21,5 Kilometern auf der Radstrecke (5 Runden) und 5,2 Kilometern (4 Runden) durch die mit Kopfsteinpflastern versehene Altstadt, gewann der 25-Jährige dank seiner überragenden Schlussrunde, in der er seinen bis dato führenden Teamkollegen Ryan Sissons überholte, die Sprintwertung vor dem Neuseeländer (56:20 Minuten), der als Zweitschnellster 16 Sekunden länger auf der Laufstrecke brauchte als der dort tagesschnellste Coninx.

Finale in Berlin in ARD und ZDF

Bei den Damen ging es dagegen in der Team-Wertung um ein Vielfaches dramatischer zu. Erst in einem packenden Schlussspurt auf der Zielgeraden gegen Sian Rainsley (GBR) vom starken Schwalbe Team Krefelder Kanu Klub, sicherte die „Grande Dame“ des Triathlonsports, die 37-jährige Andrea Hewitt (NZL), dem EJOT Team TV Buschhütten, das neben Hewitt mit Einzelspitzenreiterin Emma Jeffcoat (AUS), Therese Feuersinger (AUT) und Emmie Charayron (FRA) mit dem 5. Platz den dritten Sieg im dritten Rennen der diesjährigen Bundesliga-Saison. Platziffer 10 stand am Ende für die Damen in rot auf dem Ergebnistableau und Platzziffer 11 für die Krefelderinnen. Die EJOT-Damen haben durch diesen erneuten Triumph ebenfalls sechs Punkte Vorsprung in der Tabelle auf Triathlon Potsdam, die mit dem 4. Platz leben mussten, und können sich wie die Herren gelassen auf den Saisonausklang am 3. August vorbereiten. Die Rennen in Berlin sind auf zwei Tage verteilt, da ARD und ZDF live berichten werden.

Jonas Hoffmann auf seinem Rad. Er belegte am Ende Platz 23.


In Gala-Verfassung präsentierte sich am Sonntagnachmittag Emmie Charayron, die in dieser Saison unter anderem bereits Dritte beim Liga-Auftakt im Kraichgau wurde. Wie der Blitz fegte sie durch die Altstadt, nachdem die 29-Jährige beim Schwimmen (11:07 Minuten) immerhin 43 Sekunden auf die drittschnellste, Teamkollegin Emma Jeffcoat (10:24 Minuten), eingebüßt hatte und auch nach dem Radabschnitt noch mehere Sekunden hinter dem Führungsduo Emma Jeffcoat und der schwimmschnellsten Caroline Pohle (10:21 Minuten, Schwalbe Team Krefelder Kanu Klub) zurück lag. Auf der schwierigen Laufstrecke konnte der sympathischen Charayron niemand Paroli bieten. 18:17 Minuten benötigte die Weltklasse-Athletin, die nun in Berlin natürlich auch gerne noch die Einzelwertung für sich entscheiden möchte.

Jung warf nach dem grandiosen Quadruple von Tübingen auch schon den Blick voraus zum Saisonende nach Berlin, wo die Rennen am 3. August (Damen um 10.15 Uhr) und 4. August (Herren um 10.30 Uhr) am Wannsee gestartet werden. „Dort wird es logistisch sehr anspruchsvoll. Weite Wege, zwei weit voneinander liegende Wechselzonen, ein Start am Samstag, ein Start am Sonntag, frühe Startzeiten und vieles mehr gilt es zu meistern. Aber ja, wir wollen natürlich nun in Berlin die 10. Deutsche Meisterschaften bei den Herren und die 8. Deutsche Meisterschaft bei den Damen gewinnen und die Meisterpokale ins Siegerland zu holen. Und wenn das gelingt, dann ist dies eine erneut sehr erfolgreiche Saison.“

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