Die Sensation blieb aus

TuS Erndtebrück verliert gegen Eintracht Frankfurt 0:3

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Siegen. Für den TuS Erndtebrück war es das Spiel des Jahres: Vor 13.100 Zuschauern traten die Wittgensteiner im Siegener Leimbachstadion gegen Eintracht Frankfurt an. Ein gutes Spiel, bei dem sich der Viertligist nicht die Butter vom Brot nehmen ließ. Und doch hat es am Ende nicht gereicht, musste sich die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg mit 0:3 geschlagen geben.

DFB-Pokal, 1. Runde, Regionalliga gegen Bundesliga - David gegen Goliath? Der seit Tagen durchgeregnete Rasen des Leimbachstadions bot den Erndtebrückern einen gewissen Vorteil, die Eintracht wiederum trat verletzungsgeschwächt an. Spätestens nach der 23. Minute, als Innenverteidiger David Abraham, der einen Gegenspieler am Arm zu Boden gezogen hatte, mit Rot in die Kabine geschickt wurde, spielte der TuS kräftig nach vorn – da war auch dem Letzten klar, dass das Spiel für die Frankfurter nicht so leicht zu wuppen sein würde wie von manchem gedacht. Trotzdem schoss Timothy Chandler die Gäste in der 35. Minute in Führung.

Nur noch zu zehnt, hatten die Frankfurter mit der Verteidigung zunehmend gut zu tun, wurde das Spiel gegen Ende der zweiten Halbzeit härter: Schiedsrichter Benedikt Kempkes griff häufiger zur Pfeife, Mory Konaté sah nach einem Foul Gelb. In der 73. Minute machte Mijat Gacinovic das zweite Tor für die Frankfurter, bis dahin hatten die Erndtebrücker die Partie noch weitgehend offen gehalten. Vier Minuten später aber war die Sache entschieden: Mit dem Kontertor von Sèbastien Haller. Fazit: Die Zuschauer sahen tapfere Erndtbrücker, die sich gut verkauften, deren kleines Zusatz-Elfmetertraining in der vergangenen Woche sich am Ende jedoch nicht mehr rentieren sollte.

Der TuS, dessen Fans an diesem Nachmittag buchstäblich busseweise ins Stadion chauffiert wurden, hatte fast 120 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die sich ihre After-Show-Party, verlorenes Spiel hin oder her, nicht nehmen ließen.

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