Politik trifft Pop

Die besten Bilder der MTV Video Music Awards 2017

MTV Video Music Awards 2017
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Am Sonntag sind in Los Angeles die 34. MTV Video Music Awards vergeben worden. Großer Gewinner des Abends war Rapper Kendrick Lamar.

Los Angeles - US-Rapper Kendrick Lamar hat bei den MTV Video Music Awards abgeräumt. Für seinen Hit "Humble" über die Folgen des Ruhms bekam er am Sonntag (Ortszeit) bei der Gala im kalifornischen Inglewood unter anderem den Hauptpreis für das Video des Jahres. Viele Stars nutzten die Preisverleihung für Statements gegen Rassismus und für Kritik an US-Präsident Donald Trump.

Lamar eröffnete die Gala in Inglewood, einem Vorort von Los Angeles, mit einer feurigen Version von "Humble" mit Ninja-Tänzern, von denen einer sich als Show-Effekt in Brand setzte. Der Rapper bekam insgesamt sechs Trophäen. Sein Hit "Humble" wurde nicht nur als bestes Video, sondern auch für seine technische Umsetzung und als bestes Hip-Hop-Video ausgezeichnet.

In dem Video thematisiert Lamar auf ironische Weise Ruhm und Reichtum und wird in zahlreichen Rollen dargestellt - vom Papst bis hin zu Jesus beim "letzten Abendmahl".

Zum "Künster des Jahres" wurde der britische Sänger Ed Sheeran gekürt. Den Preis für den besten Nachwuchskünstler nahm der Rapper Khalid entgegen. US-Sängerin Taylor Swift stellte das Video ihres neuen Songs "Look What You Made Me Do" vor, in dem sie sich ein düsteres Bad-Girl-Image gibt.

Hochpolitisch und zugleich sehr emotional wurde es, als Susan Bro die Bühne betrat

Sie erinnerte an ihre 32-jährige Tochter Heather Heyer, die während einer Demonstration gegen eine rassistische Kundgebung in Charlottesville von einem Rechtsradikalen tot gefahren worden war.

Bro kündigte unter dem Applaus der Zuschauer die Gründung einer Stiftung zur Förderung von sozialem Engagement im Namen ihrer Tochter an. Heyers Mutter präsentierte den Preis "Bester Kampf gegen das System", den sich alle sechs Nominierten teilten. Die ausgezeichneten Songs beschäftigten sich unter anderem mit Rassismus sowie mit einem positiven Blick auf den eigenen Körper.

Paris Jackson, Tochter des verstorbenen "King of Pop" Michael Jackson, wandte sich gegen die Rechtsextremen, die Mitte August in Charlottesville aufmarschiert waren. "Wir müssen diesen Nazis zeigen, dass wir Null Toleranz für ihre Gewalt und ihren Hass haben", sagte sie.

Als Zeichen gegen Geschlechterdiskriminierung wurden Preiskategorien für männliche und weibliche Künstler zusammengelegt. Außerdem wurden als Zuschauer mehrere Transgender eingeladen, die in der US-Armee dienen. Zwei Tage zuvor hatte Trump die Streitkräfte angewiesen, künftig keine Menschen mehr aufzunehmen, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen können oder im falschen Körper geboren fühlen.

Auch Pop-Superstar Katy Perry, die als Moderatorin durch die Show führte und im Präsidentschaftswahlkampf eine der prominentesten Unterstützerinnen von Trumps demokratischer Kontrahentin Hillary Clinton war, teilte Seitenhiebe gegen den Präsidenten aus. Als sie zu einer Online-Abstimmung aufrief, sagte sie in Anspielung auf die mutmaßliche Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl durch Russland: "Aber beeilt euch, bevor irgendein willkürlicher russischer Popstar gewinnt."

An die Sänger Chris Cornell der Band Soundgarden und Chester Bennington von Linkin Park, die sich im Mai und Juli das Leben genommen hatten, erinnerte der Schauspieler Jared Leto. Die Musiker Logic, Cara und Khalid traten gemeinsam mit einem Song auf, der entsprechend der Nummer einer Hotline für Lebensmüde den Titel "1-800-273-8255" trug.

AFP/dpa

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